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KURZMEMO

Merkozy will Vollmacht auf alle griechischen Steuereinnahmen und so griechische Schulden tilgen

Gerade tickern die Agenturen den neuesten Beschluss in Sachen Griechenland. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sagte nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel in Paris, alle griechischen Steuereinnahmen sollten auf einem Sonderkonto landen. Über dieses Konto könnten die griechischen Schulden getilgt werden. Man darf eine Prognose wagen: Diese Idee ist noch schnapsiger als die, einen Euro-Gouverneur nach Athen zu schicken. Sie wird nur bis zum nächsten Krisengipfel halten – also höchstens ein paar Tage.

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Danke Bild! Das erste große Mainstream-Medium wagt es, die Klima-Panik zu hinterfragen

Bisher machte auch die Bild-Zeitung auf Klima-Weltuntergang. Seit heute nicht mehr. Auf  Seite 2 startet eine Serie unter dem zutreffenden Titel “Die CO2-Lüge”. Der Auftakttext stammt von Werner Weber. Weber ist Physik-Professor in Dormund. Er wagt es, den Einfluss der Sonne auf unser Klima für den bestimmenden Faktor zu erklären. Er bestreitet nicht, dass die Menschen mit fossilen Brennstoffen die Luft verpesten und es gute Gründe gibt, damit aufzuhören. Aber er sagt eben auch, dass es keinen Grund zur Panik gibt. Tatsächlich gehe die Sonnenkraft gerade etwas zurück, was der Menschheit entgegenkomme. Wir gewinnen Zeit, unsere Technik weiterzuentwickeln. Werner schreibt damit übrigens nichts anderes als das, was Meteorologen sagen, wenn sie privat sprechen und sich sicher wissen, dass keine offizielle Instanz zuhört. Denn einstweilen ist jeder beruflich erledigt, der die falsche Meinung zum Thema wagt. Weber  ist etabliert. Er wird wissen, dass Grüne, sogenannte Klimaforscher in Potsdam und Hamburg (es gibt keine wissenschaftliche Disziplin namens Klimaforschung), die Profiteure des Uno-Weltklimarats, Herr Röttgen und andere über ihn herfallen werden. Und natürlich werden auch die einschlägigen Medien zuschlagen, gern auch GEZ-finanziert, die glauben, es reiche der Hinweis, dass Bild das Thema bringt. Denn dann, so das aufwändig gehegte Vorurteil, kann es ja nicht stimmen.

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KURZMEMO

Der Offenbarungseid der europäischen Staats-Konkursverschlepper

Seit annähernd zwei Jahren weiß jeder, der sich nicht von politischem Wunschdenken blenden lässt, dass Griechenland seine Staatsschulden nicht zurückzahlen kann. Dass es also im Sinne der klassischen Definition insolvent ist. Insolvenz bedeutet Überschuldung. Die Schulden sind so hoch, dass sie weder mit vorhandenem Vermögen noch aus künftigen Einkommen gedeckt werden können. Nur mühten sich Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, eine große Gruppe sich europafreundlich nennender Politiker und der Vorsitzende der Euro-Staatengruppe, Jean-Claude Juncker, redlich, die Tatsachen wegzureden und so zu tun, als sei Griechenlands Konkurs zu vermeiden. Jetzt, zwei Jahre und viele Milliarden verschwendeter Euro später, räumt Juncker seine Position. In zwei Monaten ist Griechenland pleite, sagte er dem Spiegel. Natürlich drückte er das nur im Konjunktiv aus: “Wenn wir feststellen sollten, dass alles schiefgeht in Griechenland, dann würde es kein neues Programm geben, dann hieße das, dass im März die Pleiteerklärung erfolgt”. So wird es wohl kommen. Und Juncker, Merkel und Sarkozy sollten sich überlegen, wie sie dem Wahlvolk erklären, warum noch einmal Milliarden nötig waren, um zu akzeptieren, was im Grunde schon bei Griechenlands Beitritt zum Euro absehbar war.

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KURZMEMO

Honorar fürs Wände-bemalen: Ein paar Facebook-Aktien. Jetzt ist Künstler David Choe bald reich

Wieder so eine Hammergeschichte, die das Leben schrieb: Da hat der Graffiti-Künstler und Maler David Choe vor ein paar Jahren die Wände im Facebook-Hauptquartier bemalt. Er konnte sich aussuchen, ob er ein bisschen Geld dafür nimmt (es ist da nur von “ein paar Tausend Dollar” die Rede) oder stattdessen Anteile an der komischen Facebook-Firma akzeptiert. Er entschied sich für letzteres. Dabei hielt er den Laden für ziemlich abstrus. Was Facebook da mache, sei “lächerlich und nutzlos”. Egal. Seine Anteile sind jetzt 200 Millionen Dollar wert. Damit dürfte David Choe der reichste Graffiti-Künstler der Welt sein.

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Facebook-Börsengang macht 1000 Mitarbeiter zu Millionären

So bedanken sich einige der demnächst reichen Mitarbeiter im Börsenprospekt von Facebook

Der Facebook-Börsengang wird in vieler Hinsicht ein Superlativ. 800 Millionen registrierte Nutzer als globale Zielgruppe für Werbung sind Rekord. Der Erlös aus dem Börsengang wird ebenfalls Rekorde brechen, egal, ob es am Ende fünf, zehn oder 100 Milliarden Dollar sind. Etwa 1000 Mitarbeiter und Anteilseigner werden mit dem IPO zu Millionären. Für sie steht eine Art Lottogewinn mit Ansage bevor. Auf den haben sie sich intensiv vorbereitet. Laut Daily Mail sind die Kataloge für Ferraris, Yachten und Weltraumurlaube durchforstet. Händler von Luxuswaren in der Gegend um Menlo Park haben ihre Lager aufgefüllt und rechnen auf das Geschäft ihres Lebens.

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KURZMEMO

Valentinsgruß für preisbewusste Nichtromantiker

Schon lustig, was sich manche Briten so ausdenken. Zum Valentinstag gibt es auf der Insel ein echtes Schnäppchen: Die Valentinskarte für schlappe seven Pence. Damit die Teuerste weiß, wie ihr Gönner tickt, steht groß drauf, dass die Karte nicht die Welt kostete. Auf dem Foto nicht zu sehen: Im Innern findet sich der Spruch, die Liebe des sparsamen Überbringers sei unbezahlbar.

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Wählerstimmen machen nicht demokratisch

Karl Heinz Beckurts, Forschungsleiter bei Siemens. Seine Ermordung 1986 geht auf das Konto linker Terroristen und wurde nie aufgeklärt

Die Debatte um die Überwachung der Linkspartei durch den Verfassungsschutz ist skurril. Das häufigste Argument dagegen lautet, die Linke sei in vielen Landesparlamenten vertreten und dort demokratisch gewählt. Das ist natürlich richtig, geht aber an der Sache vorbei. Im Gazastreifen wurde auch die Hamas demokratisch gewählt, ohne, dass sie deshalb demokratische Politik vertritt. Auch Hitler wurde in den Reichstag gewählt – demokratisch. Das hinderte ihn nicht, die Demokratie trotzdem abzuschaffen.

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Gates im O-Ton: Kapitalismus ist ein phänomenales System

Man muss schon vollständig zitieren, um nicht falsch zu liegen. In der Debatte um höhere Steuern für Reiche werden in Deutschland häufig Leute wie Bill Gates oder Warren Buffett zitiert, die nichts dagegen haben, mehr Geld an den Staat zu überweisen. Und auch deutsche Reiche meldeten sich zu Wort, etwa Michael Otto vom Otto-Versand. Während letzterer es bei der Forderung belässt, haben erstere aus freien Stücken den wesentlichen Teil ihres Vermögens gestiftet und unterstützen damit gemeinnützige Projekte. Gates etwa konzentriert sich auf die Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria.Und dann gibt es noch etwas, was Gates und Co. auszeichnet: Sie verbinden Altruismus mit einem Bekenntnis zum Kapitalismus. Kapitalismus sei phänomenal, es gebe keine bessere Wirtschaftsform, sagte er der BBC. Deshalb nicht, weil kein anderes System so viel Innovation zustande bringe. Nur in einem kapitalistischen System habe er seine Firma Microsoft aufbauen und groß machen können. Hörenswert (auch, wenn ich kein Microsoftie, sondern Mac-Fan bin)!

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Filme, Software, Bananen: Eine Illusion namens Globalisierung

Eine loose-loose-Situation: Warum sperrt der Apple-Store in Deutschland eine App, mit der Unbegabte Comics zeichnen können?

Man mag ja verstehen, wenn ein Land kein Schweinepest-verseuchtes Fleisch hineinlassen will. Und die Globalisierung der Warenwelt mag gern auch da ihre Grenzen finden, wo der Transport etwa eines Apfels von einem Ende der Welt zum anderen nur noch überdreht ist. Aber warum darf ich in Deutschland eine bestimmte Software nicht herunterladen und kaufen, die weder gefährlich noch geklaut noch sonstwie schädlich oder illegal wäre?

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Statt zu simsen sollen wir jetzt RCS-e-en (oder wie das heißt…)

Als das iPhone noch nicht erfunden war, waren SMS der Hit

Mobilfunkfirmen neigen zu fast autistischem Kommunikationsverhalten. In der Regel verstehen sie nicht, was normale Menschen von ihnen wollen. Meistens ist so etwas schädlich. Einmal aber kam dabei rein zufällig und ungeplant ein Milliardengeschäft heraus – nämlich bei der Einführung der SMS. Die kurzen Textnachrichten fürs Handy wurden nicht beworben, es gab keine Kampagne zur Produkteinführung. Trotzdem brachten sie gewaltige Umsätze. Jetzt geht das SMS-Zeitalter vorbei, die Mobilfunker haben ihre Kunden immer noch nicht verstanden und arbeiten an einem Nachfolgedienst, an dessen Chancen wohl nur die Vorstände der Konzerne glauben.

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High Five auf die europäische Milliarden-Behörde

High Five mit Symbolkraft: Der britische Vize-Regierungschef Nick Clegg (li.) mit Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker

Einmal abklatschen, bübisches Grinsen, geschafft. 22 Milliarden Euro aus der deutschen Steuerkasse als Sofort-Cash, dazu, falls das nicht reicht, nochmal 168 Milliarden Euro, jederzeit in Berlin abrufbar. Sie sieht aus deutscher Sicht der Deal aus, den die EU-Instanzen in ihrer auf Dramatik inszenierten letzten Nachtsitzung ausgeheckt haben. Am Ende steht das triumphierende High-Five von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker und Britanniens liberalem Vize-Regierungschef Nick Clegg. Das Bild der beiden hat das Zeug zum Symbolklassiker, ähnlich wie einst Ackermanns Victory-Geste.

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Ohnesorg-Mord: Wie sich eine Verschwörungstheorie zur Geschichte einer realen Verschwörung wandelt

Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 schürte den Hass der APO

Erst heute, fast 45 Jahre nach der Tat, klärt sich ein politischer Mord, der Deutschland verändert hat und dessen Konsequenzen bis heute in der Politik wirken. Es geht um den Tod des Studenten Benno Ohnesorg, der am 2. Juni 1967 von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras während einer linken Anti-Schah-Demonstration erschossen wurde. Er sei mit Messern angegriffen worden und habe aus Notwehr geschossen, behauptet Kurras bis heute. Das will die Bundesanwaltschaft jetzt widerlegen, meldet der Spiegel. Stattdessen will sie Kurras vorsätzliche Tötungsabsicht nachweisen. Wenn ihr das gelingt – und es spricht viel dafür, dass es so war – in wessen Auftrag mordete der Polizist?

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Europa droht ähnliches Zensurgesetz wie Amerika


Es ist gerade erst ein paar Tage her, da protestieren Google, Facebook und der Rest der Webwelt gegen Zensurgefahr in den USA. Wir sollten nicht nur in die Ferne schweifen: Uns droht dasselbe. Das Gesetz, an dem EU-Kommission und die Regierungen von 39 Staaten arbeiten, heißt ACTA. Nach der Vorstellung der EU-Behörden soll es auch in Ländern gültig werden, deren gewählte Parlamente es nicht ratifizieren. Das wäre vermutlich ein Verstoß gegen das deutsche Grundgesetz, denn das ACTA soll auch Strafvorschriften enthalten. Kommendes Jahr soll das Gesetz in Europa beschlossen werden. Außerhalb Europas wurde es bereits von mehreren Staaten unterzeichnet.

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