Facebook & Co. machen gar nicht einsam, sondern fördern echte Kontakte

Sind die allfälligen Ängste vor den Folgen moderner Technik unbegründet? Eine neue Studie aus den USA kommt zu dem Ergebnis, dass Facebook & Co. nicht etwa die Einsamkeit verstärken, sondern echte Kontakte fördern. 

Die Forscher des „Pew Internet and American Life Project“ befragten 2.512 Erwachsene am Telefon über ihre Technik-Nutzung und ihre sozialen Bindungen. „Unsere Ergebnisse widersprechen früheren Forschungen und den allgemeinen Ängsten über schädliche Auswirkungen neuer Technologie“, heißt es in dem Bericht der Forschergruppe.

Unübersehbar sei, dass die Zahl der Kontakte vieler Menschen während der letzten 25 Jahre sank. Die Zahl der „Diskussions-Netze“, die jeder Mensch habe, sei weniger vielfältig als früher, vor allem außerhalb der Familienbande. Menschen mit Mobiltelefon und aktiver Internet-Nutzung hätten aber deutlich mehr Kontakte als Menschen, die auf technische Hilfsmittel verzichten oder sie selten verwenden.

  • So ist die Zahl der „Diskussions-Netzwerke“ laut der Studie bei Besitzern von Mobiltelefonen um 12 Prozent größer als bei Menschen ohne Handy.
  • Wer im Web Fotos einstellt oder Instant-Messaging-Programme wie ICQ verwendet, hat einen um 9 Prozent größeren Bekanntenkreis.
  • Generell hätten Menschen mit einem größeren Interesse an Internet- und Technik-Themen mehr Kontakte im wirklichen Leben als andere.
  • Sie seien außerdem offener gegenüber der Nachbarschaft und Gesellschaft. „Handy-Besitzer und Leute, die regelmäßig bei der Arbeit oder als Blogger das Internet nutzen, sind häufiger bereit, freiwillige Dienste zu leichten, etwa in einer Jugendgruppe oder Hilfsorganisation.“

Bei Diensten wie Facebook, MySpace oder LinkedIn (dürfte ähnlich auch für Xing gelten) hätten sich allerdings Hinweise gefunden, dass Online-Aktivitäten an die Stelle nachbarschaftlichen Engagements treten können. Trotzdem folgern die Forscher, dass moderne Kommunikationsmittel das Leben der Menschen verbessert.Ängste, die Nutzer könnten „in eine Spirale der Isolation“ rutschen, seien nicht angebracht.

Quelle: hier.

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