Wenn linke Judenhasser zuschlagen, bleibt Mediendeutschland skandalös unempört

Das Urteil über rechtsextreme Antisemiten ist sehr simpel. Sie sind zum Kotzen. Ende der Durchsage.

Der Umgang mit linksextremen Antisemiten ist nicht so simpel. Sie sind zwar nicht minder zum Kotzen, aber sie stehen leider näher am gesellschaftlichen und publizistischen Mainstream. Wenn sie Juden verprügeln und „Judenschweine“ brüllen, dann fegt kein Empörungs-Sturm durchs Land. 

Jetzt erwischte es in Hamburg den jüdischen Filmemacher Claude Lanzmann. Im Spiegel schilderte er, wie Linke die Vorführung seines Films „Warum Israel“ gewaltsam verhinderten. Dabei beschimpften sie, so sagt es Lanzmann, die einlaufenden Gäste als „Judenschweine“. Ein Augenzeuge, Lennart K., habe zurückgerufen: „Jetzt sagt Ihr endlich, was Ihr denkt.“ Darauf gingen die Linken mit Gürteln und Knüppeln auf Lanzmann und seine Gäste los. Vorher hatten sie in militärischer Kleidung und militärischem Gebaren eine Art Grenzpatrouille errichtet und die Gäste am Betreten des Kinos im Hamburger Schanzenviertel gehindert. Lanzmann sagte, es sei das erste Mal gewesen, dass eine Vorführung eines seiner Filme verhindert worden sei. 

Die Täter räumen „Rempeleien,
Schubsereien und vier Ohrfeigen“ ein

Die Hamburger Links-Nazis rechtfertigen sich in einem unsäglichen Schwadronier-Text. Man versteht ihn nur dann, wenn man weiß, wen die Autoren mit der Gruppe der „Antideutschen“ meinen, die sie da immer wieder als Feindbild nennen. Die Antideutschen sind eine militante kommunistische Splittergruppe, die Marxismus pur predigt und sich, anders als ihre Genossen, außenpolitisch als pro Israel und pro USA versteht. Die Taliban des Schanzenviertels ordnen die Vorführung des Lanzmann-Films den „Antideutschen“ zu und meinen, die würden aus philosemitischen Motiven handeln, die ja jederzeit wieder in Antisemitismus umschlagen könnten. Die Veranstalter wollten „ihr Porgramm auf Biegen und Brechen durchziehen“. Dagegen habe es nur „ein paar besonnene und verhältnismäßig milde Reaktionen (Rempeleien, Schubsereien und vier Ohrfeigen)“ gegeben. All das ist nichts als Geschwafel. Fakt ist dagegen: Linke Krawallos sprengten die Vorführung eines jüdischen Films, brüllten „Judenschweine“ und wurden gewalttätig. 

Ich würde darauf wetten, dass ein Aufschrei durch das Land (einschließlich sämtlicher Nachrichtensendungen sämtlicher Fernseh- und Radiosender und ausführlicher Berichte in sämtlichen Zeitungen) gegangen wäre, wenn nicht linke, sondern rechte Antisemiten die Täter gewesen wären. So bleibt es bei einem abgewogenen Stück im Spiegel, hinten im Kulturteil, nicht auf dem Titel oder ganz vorn, wo jeder es mitbekommt.

Links zum Thema:

http://kommunistischeassoziation.wordpress.com/

http://forum.links-lang.de/viewtopic.php?p=12034

http://www.kritikmaximierung.de/flugschriften/laiendarsteller-schlagen-sich-durch/

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