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Der Erschossene, den die Jenaer Rechtsmedizin für erstochen hielt, wurde offenbar von Drogengangstern hingerichtet

Der Fall gehört zu einer der legendären Fehlleistungen der Jenaer Rechtsmedizin unter ihrer Chefin Gita-Else Mall. Am 14. März 2009 lag ein Toter vor seinem Wohnhaus in Gotha. Die herbeigeeilten Ermittler holten eine Rechtsmedizinerin zum Tatort. Die bescheinigte, der Mann sei erstochen worden. Am nächsten Tag dann die Obduktion. Die Rechtsmedizinerin blieb bis zum Schluss bei ihrem Befund. Als die Leiche dann vom Tisch gehoben wurde, folgte die Überraschung. Da lag eine Pistolenkugel herum. Der Tote wurde zurück gefrachtet und noch einmal aufgeschnitten. Und siehe da: Es fand sich noch eine zweite Kugel.

Das war für die Ermittungsarbeit möglicherweise fatal, weil die Polizei es bleibenließ, Zeugen zu suchen, die Schüsse gehört haben könnten.

Jetzt nimmt der Fall eine nette Wendung. Der Erschossene, den die Rechtsmedizinerinnen in Jena für erstochen hielten, wurde offenbar im Auftrag einer Drogengang ermordet. Der Tatvedächtige wurde schon vergangenen September festgenommen und sitzt in U-Haft, schreibt die Thüringer Allgemeine und merkt erfreulich kritisch an, dass die Ermittler die Öffentlichkeit seit Monaten darüber nicht informierten. Zu lesen: hier.

bitterlemmer:

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