Die Zensurmafia von Hannover und der Drückerkönig

Ist es ein Zufall, dass Gerhard Schröder seinen Kumpel Wladimir Putin zum lupenreinen Demokraten erklärte? Ausgerechnet der Mann, der den SED-Anführer Egon Krenz zu seinen persönlichen Freunden zählte, als der noch in der DDR das Sagen hatte? Zu dessen Tafelrunde jetzt diverse Gestalten gehören, bei denen man lieber nicht so genau hinschaut, wie sie ihren Reichtum gemacht haben? Vom Rotlichtkönig und Rockerpräsidenten bis zu Carsten Maschmeyer, der sein Geld als Chef einer Drückerkolonne machte, die arglosen Bürgern Finanz- und Versicherungsverträge aufschwatzte?

So, wie Herr Schröder herumprozessierte, um keinen Artikel über seine Haarfarbe lesen zu müssen, so arbeitet jetzt der reiche Herr Maschmeyer daran, einen ARD-Film zu zensieren, der heute Abend läuft. Maschmeyer, der bekanntlich seinen anderen Spezi Christian Wulff zum Urlaub in seine Villa auf Mallorca einlud, ließ seinen Medienanwalt Mathias Prinz einen 61 Seiten dicken Schriftsatz an die ARD-Intendanten schicken, in denen er versucht, die Ausstrahlung des Films zu verhindern – „aus Sorge um unwahre Berichterstattung“ – also Zensur.

Wenn der Film all das enthält, was vorab bekannt wurde, ist er ein Knaller und unbedingt empfehlenswert: Heute Abend 21.45 Uhr im Ersten.

  1. Gerdung,

    Herr Wulff ist sehr kompromittiert.
    Er sollte sich hierzu öffentlich äussern.

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