Die letzten Zuckungen vor der „Resolvenz“ Griechenlands

Bundeswirtschaftsminister Philipp Röseler hat ein neues Wort in die Debatte um die Euro-Schuldenkrise eingeführt: Resolvenz. Bei Wikipedia gibt es dazu einen Eintrag, der nur aus einem Link besteht, der dann zur Definition von Insolvenz führt. Genau das meint Röseler auch: Es ist nicht mehr tabu, über eine Pleite Griechenlands nachzudenken. Was die Bundesregierung bis vor wenigen Tagen als populistisches Gequatsche abtat (und damit den größten Teil der Wirtschaftswissenschaftler als Populisten abkanzelte) kann angesichts der verheerenden griechischen Wirtschaftsdaten jetzt auch der verstockteste Exekutiv-Politiker nicht mehr schönreden. Es ist auffällig, wie orchestriert die bisherige Position geräumt wird. Praktisch gleichzeitig verbreiten Röseler, sogenannte informierte Kreise aus Finanzministerium und Kanzleramt und mehrere CSU-Politiker dasselbe: Griechenland wird voraussichtlich nicht zu halten sein, und alle reden plötzlich von der Rückkehr der Drachme.

Ob damit der Irrsinn der Machtergreifung der europaweiten Exekutiven auch ein Ende hat? Das nachfolgende Video ist zwar schon vielfach besprochen worden. Die Bundestagsparteien äußerten sich säuerlich, der in Sachen Schuldenwahn verlässlich regierungshörige Spiegel bedachte es mit triefender Häme. Die SPD teilte mit, der ESM-Vertragsentwurf, der hier vorgestellt wird, sei veraltet. Wie der neue Entwurf aussieht, ist dagegen nirgends zu erfahren. Es spielt auch keine Rolle. Die Parteien haben bestätigt, dass die Bundesregierung die Bestimmungen im Parlament bestellt hat, die in diesem Video vorgestellt werden – und die nichts anderes sind als ein Putsch gegen die demokratischen Institutionen. Diese Exekutive gehört schnellsten demokratisch eingehegt.

  1. recktenwald michael

    alle bundestagsabgeordneten die für den erweiterten rettungsschirm gestimmt haben, sollte mein die abgeordneten-rente um mindestens 50% kürzen unf diese beträge auf das schuldenkonto von deutschland buchen. max otte, der bekannte wirtschaftsexperte (2006 das buch „der crash kommt“
    hat in einem focus-interview dargelegt, dass die griechenland-rettung (rettungsschirm) eine einzige bankenrettung bedeutet. wer interesse am wortlaut des interviews hat, kann ich es mailen.
    ansonsten muss jeder rettungsfonds-kritische bürger bei den nächsten wahlen an diese stümperpolitik unserer herren abgeordneten denken und entsprechend wählen und wenn man als protest die piraten wählt. gruss michael

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