Ihr habt es in der Hand: In vier Schritten zur verschlüsselten E-Mail

Ich weiß – Du hast nichts zu verbergen, etc. Aber wenn Du trotzdem nicht möchtest, dass irgendwelche Fremdlinge Deine privaten oder beruflichen E-Mails mitlesen können, kannst Du es ihnen wenigstens schwer machen. Warum sollten ehrliche Bürger ihre Kommunikation offen zum Mitlesen präsentieren, während jeder Gauner, aber auch einige Journalisten, Anwälte und nicht zuletzt die Sicherheitsbehörden ihre eigenen E-Mails signieren und verschlüsseln? Hier die Infografik für Mac-User mit einer Gebrauchsanweisung, die auch Technikhasser verstehen müssten.

Den Technik-Cracks muss ich hier natürlich nichts weiter erklären, aber für Nicht-Cracks mit etwas Technikinteresse dies:

  • Als Methode zum Einstieg schlage ich OpenGPG vor. Das geht – am Mac – tatsächlich in vier ziemlich simplen Schritten. Bei Windows-PCs ist es ähnlich einfach (vielleicht findet sich jemand, der dazu einen Kommentar verfasst).
  • An einer Stelle gilt es, eine Maske auszufüllen. Einfach alles exakt so übernehmen wie es in meiner Anleitung aussieht. Dann ist nämlich auch gewährleistet, dass Dein öffentlicher Schlüssel auf einem Schlüsselserver zu finden ist.
  • Schlüssel? Öffentlich? Also: Technisch gesehen produzierst Du mit der beschriebenen Methode zwei Schlüssel – einen privaten und einen öffentlichen. Den privaten soll, kann, darf niemals irgendjemand in die Hände bekommen. Sonst ist Deine Verschlüsselung geknackt.
  • Den öffentlichen Schlüssel soll, kann und darf jeder auf dieser Welt haben. Je mehr, desto besser. Denn nur, wer Deinen öffentlichen Schlüssel hat, kann Dir eine verschlüsselte Mail schicken.
  • Ist das sicher? Ziemlich. Es macht einen Höllenaufwand, derart verschlüsselte Mails zu knacken. Den tut sich ohne triftigen Grund niemand an. Und sollte die Verschlüsselung zum Massenphänomen werden, wären die Geheimdienste jedenfalls mit heutiger Technik schnell überfordert.
  • Ist das erlaubt? Ja. Verboten ist etwas anderes: Fremde Briefe zu lesen, egal, ob E- oder Papier. Auch, wenn es tagtäglich passiert (illegalerweise).
  • OpenGPG ist nur eine von zwei möglichen Methoden. Die andere Methode heißt S/MIME. Sie hat gegenüber OpenGPG einen Vorteil und einen Nachteil. Der Vorteil: Sie funktioniert auch fürs iPhone. Der Nachteil: Sie ist etwas komplizierter einzurichten. Wenn ich einen gangbaren Weg gefunden habe, gibt’s eine Fortsetzung.

Was denkst Du?