Jonina, wer bist Du? Und warum sind Kinderlieder fast immer schlecht gemacht?

Meine Tochter liebt Kinderlieder. Sie mag überhaupt Musik, und das finde ich natürlich toll. Ihr Favorit ist seit einiger Zeit Peter und Wolf. Auch das gefällt mir. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass mein Geschmack vermutlich ihren prägt und nicht umgekehrt. Ich mochte Peter und der Wolf auch schon als Kind und mag’s noch heute. Jedenfalls ist es mir viel lieber, sie mag Peter und der Wolf, als dass ich irgendeine dieser unzähligen Billig-Produktionen mit SängeranimateurInnen, billigsten Synthie-Arrangements und Casio-Schlagzeugen auf sie loslasse. Wieso glaubt die Musikbranche eigentlich, für Kinder sei der billigste Scheiß gut genug?

Egal. Mir geht’s um was anderes. Ich habe festgestellt, dass es praktisch keine satisfaktionsfähigen Kinderlieder gibt. Nena gehört da noch zum deutlich besseren Teil des Angebots. Abseits klassischer Musik habe ich nur eine gewisse Jonina gefunden, die ich gut finde. Ich habe keine Ahnung, wer das ist. Im Netz ist nichts über sie zu finden, nur ein Blogeintrag, in dem die Autorin Jonina zwar auch mag, aber auch keine Ahnung hat, wer das ist.

Liebe Jonina, solltest Du irgendwie auf meinen Post stoßen und nochmal ein Album mit Kinderliedern machen – ich würd’s blind kaufen. Alle anderen Musiker, die Lust haben, gute Versionen von Kinderliedern zu produzieren, mit echten Instrumenten, richtig gesungen, ohne diese Scheinkinderfröhlichkeit, die in Wahrheit eine Erwachsenen-Pseudofröhlichkeit ist – legt los! Hier gibt’s eine Marktlücke!

  1. Wolfgang Müller hat mit ein paar anderen auch mal was gemacht. Nicht alles für Kinder sondern viel eher für Erwachsene aber auf jeden Fall hörenswert: https://itunes.apple.com/de/album/unter-meinem-bett/id1031889494

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