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Am Dienstag, 8. Oktober, lesen Ina Jung und ich aus unserem Buch Der Fall Peggy. Unterstützt werden wir von Friedrich Ani als Moderator – was die Sache ungewöhnlich macht: Anis Krimi Totsein verjährt nicht stützt sich auf den Fall Peggy und verarbeitet ihn zum Roman. Folglich planen wir für den Abend, nicht nur ausgewählte Passagen zu lesen, sondern außerdem darüber zu sprechen, was den Fall Peggy so außergewöhnlich macht. Und außergewöhnlich ist er ja in mehrfacher Hinsicht – als Kriminalfall, aber mehr noch als Justiz- und Politik-Skandal. Lebenslange Haft allein wegen eines Geständnisses, die absurden Umstände beim Zustandekommen des Geständnisses, das Fehlen der Leiche und jedweder Spur, die Einmischungen der Politik in die Ermittlungen, das leichtfertige Übersehen einer viel plausibleren Spur, der die Staatsanwaltschaft erst jetzt, nach Erscheinen des Sachbuchs, wieder nachgeht – man müsste einen Roman drüber schreiben, wenn es den nicht schon gäbe. Und das wird das Ungewöhnliche sein – wir erzählen, wie wir aus unseren unterschiedlichen Perspektiven an den Fall Peggy herangegangen sind. Wie daraus ein Roman, ein Spielfilm (Das unsichtbare Mädchen von Dominik Graf, Drehbuch ebenfalls Friedrich Ani und Ina Jung) und schließlich das Sachbuch wurde, das den Fall jetzt zu neuen Ermittlungen geführt hat.

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