Wie meistens ergeben Herr und Hund auch hier eine stimmige Einheit. iPhone-Foto, vergangene Woche in der Berliner U-Bahn-Linie 7 zwischen Hermannplatz und Schönleinstraße

Auf den ersten Blick sahen sie ja schon martialisch aus, der junge Mann, dessen Gesicht ich verpixelt habe, und der Hund, dessen Gesicht ich vielleicht h√§tte verpixeln sollen, weil er dem Herrchen verbl√ľffend √§hnelt. Aber dann w√ľrde niemand erkennen, dass Hundchen eigentlich ziemlich versch√ľchtert aus der W√§sche guckt, was sich f√ľr Herrchen auch sagen l√§sst, dessen Blick nie an einem Ort blieb, sondern st√§ndig unruhig wanderte.

So einen Bus soll mein Motorrad aus der Spur gerammt haben

Letzte Woche bekam ich ein Schreiben meiner Motorradversicherung. Es sei ein Unfall gemeldet worden. Der Unfallgegner beanspruche Schadensregulierung. Ich m√∂ge bitte den angeh√§ngten Unfallbericht ausf√ľllen, unterschreiben und zur√ľckschicken. Ich staunte, weil ich mich an keinen Unfall erinnern konnte. Als ich das Schreiben n√§her besah, staunte ich noch mehr. Demnach soll ich den gemeldeten Unfall breits am 19. M√§rz verursacht haben. Und gesch√§digt haben soll ich offenbar einen Bus. Den Anspruch auf¬† Schadensersatz machte die Berlin Transport GmbH geltend, eine hundertprozentige Tochter der st√§dtischen Verkehrsbetriebe.

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Das “social Network” Facebook hat zwar einen sozial klingenden Gattungsnamen, aber trotzdem nichts mit den Sozis zu tun. Auch nicht mit der Christlich Sozialen Union. Auch, wenn Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner das glaubt. In der FAZ sagte sie: “Es ist geradezu grotesk, wenn ein Netzwerk, das sich sozial nennt, sein Profitstreben permanent √ľber die Privatsph√§re seiner Mitglieder stellt.”

Grotesk ist eher, dass auch Bundesministerinnen nicht vor sinnfreier anglizismenges√§ttigter Plapperei gefeit sind. Das Wort “social” hat im Englischen nur gering mit “welfare” zu tun, sondern zeigt ein eher unpolitisches Gemeinschaftserlebnis an. Richtig √ľbersetzt ist ein “social Network” ein “Gemeinschaftsnetzwerk”. Die wortw√∂rtliche √úbersetzung von “social” zu “sozial” ist verzerrend. Die Emp√∂rungsfallh√∂he, die die Ministerin mit dieser falsch verstandenen Vokabel aufbaut, ist darum etwas br√∂cklig.

Bahnt sich endlich eine L√∂sung an? Seit einiger Zeit h√§ufen sich Meldungen √ľber zerhackte Telefonverbindungen mit dem iPhone, offenbar auch mit anderen Smarphones. Ein Telekom-Sprecher teilte mir heute mit: “In seltenen F√§llen kann es derzeit bei Sprachtelefonie mit 3G-Ger√§ten¬†wie dem Apple iPhone¬†zu Sprachverzerrungen kommen”. Das Problem werde derzeit analysiert und “L√∂sungsm√∂glichkeiten mit allen Partnern (Netzausr√ľster, Ger√§tehersteller) gepr√ľft”. Nicht gerade erleichtert werde die Fehlersuche dadurch, dass der Alien-Sound nur manchmal auftritt und bisher offenbar nicht reproduzierbar ist.

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Ich h√§tte gleich misstrauisch werden m√ľssen. Die Hinfahrt nach Stuttgart verlief planm√§√üig. Keine Versp√§tungen, keine Pannen, einfach nichts. Wo war der Haken? Nat√ľrlich auf der R√ľckfahrt. Bei der Bahn gibt es immer einen Haken. Also: ICE 1090, Abfahrt um 16.51 Uhr in Stuttgart Richtung Berlin. Kaum auf der Strecke sagt der Zugchef durch, dass irgendwo vor Mannheim ein Stellwerk defekt sei. Das werde so um die 15 Minuten Versp√§tung ausmachen.¬†Die Fahrt geht weiter. In Frankfurt hat der Zug etwas aufgeholt, nur noch 14 Minuten Versp√§tung bei der Ausfahrt. Der Zugchef sagt, bis Berlin gebe es nunmehr keinen weiteren Halt. Darum gelte f√ľr diesen Zug eine Zwangsplatzreservierung und eine Sprinter-Geb√ľhr von 11,50 Euro (zweite Klasse), und zwar Cash oder per Kreditkarte, nicht mit EC-Karte. Na toll. Und gleich darauf h√§lt der Zug dann doch, auf freier Strecke.

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Bisher dachte ich, es läge an meiner Kombination aus iPhone und O2-Netz. Also eher am O2-Netz als am iPhone, weil ich Pannen instinktiv eher nicht bei Apple-Produkten vermute. Aber heute saß ich mit vielen iPhone-Nutzern beisammen, von denen die meisten bei T-Mobile sind, und nachdem der Erste angefangen hatte, stellte sich heraus, dass alle seit kurzem dieselbe Beobachtung machen. Immer wieder kommt es vor, dass nach dem Wählen einer Telefonverbindung oder der Annahme eines Anrufs nicht etwa ein Freizeichen oder der Gesprächspartner zu hören ist, sondern nur ein Brei digitaler Klangstörungen. Eine Kollegin sprach davon, es höre sich an, als hätten Aliens die Leitung gekapert. Jetzt frage ich mich: Ist das tatsächlich ein neues iPhone-Problem? Zeitlich ließe es sich mit dem Update auf iOS 4.x in Verbindung bringen. Zu googeln ist dazu fast nichts. Jedenfalls noch nicht.

Erstaunlich, wie vergleichsweise einfach mit WPtouch pro jetzt ein eigenst√§ndiges iPhone-optimiertes Layout m√∂glich ist. Mir war es dabei wichtig, einen √§hnlichen Look wie beim Standard-Wordpress hinzubekommen, m√∂glichst abgespeckt, dazu ein m√∂glichst simples Menu und meine Nogo-Hamburg-Splashseite. Letztere l√§dt unabh√§ngig von Ger√§teart und WordPress-Theme immer gleich, weshalb ich sie auf die Ma√üe des iPhone-Display umgebaut und mit margin: 0 auto; versehen habe (sonst l√§dt sie im iPhone nicht passend, man muss dann immer herumscrollen). Das Sonstige hat sich in einem eigenen Stylesheet regeln lassen (von den WPtouch-Entwicklern Skin genannt) bzw. in den Einstellungen des ziemlich umfangreichen Admin-Menus. Die Anzeige von Kategorien und Tags auf der Einstiegsseite habe ich aus der archives.php-Datei gel√∂scht. Dass das App-Verhalten so weit geht, dass die Standard-Navigation von Safari komplett ausgeblendet wird, hat mich √ľberrascht, st√∂rt mich aber nicht. Dass nach Beenden mit der Home-Taste die Seite g√§nzlich geschlossen ist und beim Neustart von Safari nicht mehr auftaucht, finde ich sogar ganz n√ľtzlich. Wenn man h√§ufig Seiten mit den Bookmark-Icons startet, sammeln sich in Safari ja gern ungelesene Restseiten an. Auf Blackberrys und Android-Smartphones sollte das √ľbrigens genauso aussehen.

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Wer sich einmal an Facebook gew√∂hnt hat, wird es vermissen, wenn es pl√∂tzlich nicht mehr existieren sollte. Das ist die eine Wahrheit, der wohl die meisten zustimmen. Die andere lautet: Facebook ist eine Plage mit seinen st√§ndig wechselnden Privacy-Optionen, seinen l√§stigen sogenannten Apps, seinen irgendwie sinistren Anf√ľhrern. Ich bin normalerweise nicht √ľberempfindlich, aber als ich mitbekam, dass Facebook die hochgeladenen Adressb√ľcher von Nutzern verwendete, um den darin verzeichneten Kontakten Werbung zu schicken, war ich nicht nur froh, mein eigenes Adressbuch offline gelassen zu haben, sondern verstand mich ab sofort nur noch als Facebook-User auf Abruf. Sobald eine Alternative erscheinen sollte, die dasselbe kann wie Facebook und die das Zeug hat, auch meine FFs (Facebook-Freunde) anzusprechen, w√ľrde ich den Wechsel einleiten (allein wohl eher nicht, das h√§tte das ja keinen Sinn).

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Im Sommer fahre ich selten U- oder S-Bahn. Aber heute fr√ľh ist mir die zweite eher krasse Nummer innerhalb weniger Wochen¬†passiert. Auf der Warschauer Stra√üe in Berlin, beim Wechseln von der U- auf die S-Bahn, p√∂belte mich ein Mann v√∂llig unvermittelt laut br√ľllend an und stellte sich mir in den Weg. Es war offensichtlich, dass irgendeine Droge sein Hirn lahmgelegt hatte. Wie er da so stand und krakeelte, mich dabei fortgesetzt mit geschwellter Brust berempelte, suchte ich Blickkontakt zu dem n√§chsten gr√∂√üeren Mann, dem zuzutrauen w√§re, dass er mir beispringt. Ich fand den Blick eines Radfahrers, der gerade sein Schloss l√∂ste. Er guckte fast panisch zur√ľck und beeilte sich, auf den Sattel zu kommen und davonzuradeln. Ich versuchte, mich wegzudrehen und einfach in Richtung S-Bahn weiterzugehen. Ein anderer Passant, der vor mir ging und sich umblickte, rief mir zu: Achtung, er kommt hinterher. Ich drehte mich um, und tats√§chlich, da war er wieder. Der Passant hatte sich derweil verzogen. Da offenbar keine Hilfe zu erwarten war, holte ich aus und versetzte dem Mann einen ordentlichen Schubs gegen den Oberk√∂rper. Ziemlich ungebremst stie√ü er gegen das Br√ľckengel√§nder, sichtlich verbl√ľfft. Er lie√ü mich dann auch in Ruhe.

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