Warum sollten wir uns eigentlich impfen lassen? Die Bundesregierung, die Kanzlerin, Markus Söder und natürlich Grüne und SPD sind ja der Meinung, Geimpfte sollten wie Ungeimpfte weiter Masken tragen und sich an alle Corona-Verbote halten, die auch für Ungeimpfte gelten.

Das heißt also: Der Staat verhängt Verbote und streicht Grundrechte, ohne, dass das mit der Pandemiebekämpfung zu tun hätte. Wer nicht erkranken und niemanden anstecken kann, dem muss man zwecks Infektionsschutz nichts verbieten. Und doch tut es der Staat, aber eben nicht für die Gesundheit.

Warum sollen wir unsere Kinder eigentlich testen lassen? Am besten gar täglich? Wenn die Schule aber trotzdem ständig ausfällt und von normalem Lernen und normalem Umgang mit Klassenkameraden keine Rede sein kann? Frisch getestet bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass das Kind kein Virus in sich trägt.

Für die Pandemiebekämpfung wäre es sinnvoll, angesteckte Kinder zu isolieren. Niemandem aber ist damit gedient, alle Kinder quasi in Generationenhaft zu nehmen. Die Infizierten wären nach zwei Wochen wieder dabei. Ansonsten wäre alles leidlich normal. Nur: Der Staat denkt gar nicht daran. Er verpflichtet jetzt zwar die Kinder zu Tests, aber er zieht daraus keine Konsequenz.

In den meisten Senioreneinrichtungen sind die Bewohner – endlich – mehr oder weniger durchgeimpft, oft schon seit Monaten. Erste und zweite Dosis sind gesetzt. Der volle Impfschutz besteht. Man erkennt ihn an den täglichen Corona-Zahlen. Die Alten tauchen kaum noch in der Statistik auf.

Und doch dürfen sie nur extrem restriktiv Besuch empfangen. Die Hauskantinen sind weiter geschlossen. Begegnungen sind eingeschränkt oder verboten. Warum dann überhaupt die Impfung? Wie kann man alte Leute zwingen, ihre letzten Tage einsam zu verbringen, obwohl sie sich nicht anstecken und das Virus nicht weitertragen können? Der Gesundheit dient das nicht.

Es scheint, als habe sich der Staat in autoritäres Durchgreifen verliebt. Nach einem halben Jahr Dauerlockdown fordern Angela Merkel und ihre beiden Kanzlerinkandidatin-Kandidaten einen neuen Lockdown. Die NoCovid-Sekte johlt dazu begeistert. Beckmesserisch behaupten sie, es habe einen richtigen Lockdown in Deutschland ja nie gegeben. 

Eigentlich ist die Sache einfach. Wenn ausreichend geimpft ist, dann ist die Pandemie vorbei und damit jede Berechtigung für den Staat entfallen, weiter die Grundrechte der Bürger zu beschränken. Bis dahin könnte Testen so viel Normalität ermöglichen wie eben möglich – also viel.

Wenn die Parteien es nur wollten. Aber sie wollen es nicht. Sie sind nicht anders als die in früheren Zeiten. Gib ihnen Macht, und sie klammern sich daran fest. Gerade Merkel gehörte immer zu den Autoritären, auf die man aufpassen muss. Denen man eben gerade keine unbeschränkte Macht geben darf. Auch Söder ist so einer, der vielleicht sogar noch mehr. 

Man kann nur hoffen, dass der Verfassungsstaat mit seiner Gewaltenteilung stark genug ist, um die immer autoritärer auftretende Exekutive in ihre Schranken zu weisen. Und dass es im föderalen System genügend Länder gibt, die jetzt hart bleiben und den Zentralisten in München und Düsseldorf nicht folgen. 

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