Nach dem Vulkanausbruch auf Island ist in vielen europäischen Ländern der Luftraum gesperrt worden. Für Flugzeuge bedeutet der Durchflug durch eine vulkanische Aschewolke eine tödliche Gefahr, sagte mir der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg:

  • Die Aschepartikel schleifen die Scheiben des Cockpits blind
  • Sie stören die Verbrennung im Triebwerk. In extremen Fällen können Ablagen das Triebwerk zerstören
  • Sie verstopfen das Staurohr, mit dem die Fluggeschwindigkeit gemessen wird. Das ist spätens dann lebensgefährlich, wenn das Flugzeug landen soll

Laut Handwerg gibt es von allen Flugzeugherstellern eine sehr einfache Anweisung, wie sich Piloten zu verhalten haben, wenn sie versehentlich in Vulkanasche einfliegen: 180 wenden und auf dem schnellsten Weg da raus.

In der Vergangenheit habe es mehrfalls schwere Vorfälle gegeben. Einer der schwersten, der mit knapper Not glimpflich ausging, betraf eine Boeing 747 der nieder KLM im Jahr 1989. Das Flugzeug geriet in eine Vulkanwolke nach dem Ausbruch des Redoubt in Alaska. Alle vier Triebwerke fielen plötzlich aus. Die Maschine verlor 4200 Meter Höhe, bis die Piloten wenigstens eines der Triebwerke wieder starten konnten und die Maschine dann in Anchorage landeten.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.