Der Niederländische Astronaut und Ingenieur Wubbo Ockels, Professor an der Technischen Universtität Delft, hat ein Gefährt erfunden, das schneller und komfortabler unterwegs sein soll als das, was bisher auf den Straßen rollt. Sein Superbus sieht aus wie ein extrem gestreckter Sportwagen, und im Prinzip ist er das auch. Seine vier Elektromotoren leisten 400 PS. Die Reisegeschwindigkeit beträgt 250 Stundenkilometer. Acht Flügeltüren sollen einen komfortablen Einstieg ermöglichen. Einen Chauffeur braucht der nur auf normalen Straßen. Entschließt sich ein Land oder eine Region zum Bau spezieller „Supertracks“, fährt der Superbus auch fahrerlos.

Der Prototyp sieht schon sehr fertig aus und sorgt derzeit für viel Aufsehen. Anfang April wurde er in Dubai vorgestellt. Dort gibt es Pläne, den Superbus als luxuriöses Nahverkehrsmittel einzusetzen und dabei auch das Gesamtkonzept der Delfter zu verwirklichen.

Bis 2015 will Ockels sein Produkt serienreif haben. Nach seinen Worten ist sein Superbussystem billiger als ein Bahnsystem und zudem viel flexibler. Fahrgäste können sich per Handy bei der Zentrale melden. Die leitet den nächsten Superbus so um, dass er möglichst zügig vorbeikommt, ohne allzu weit von seiner Route abzuweichen. Das ähnelt dem Prinzip von Sammeltaxis, die es in Deutschland bekanntlich nicht gibt, weil die Lobbys von Bahn, regionalen Verkehrsverbünden und Taxis die Konkurrenz fürchten und bisher die Politiker im Griff haben.

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