Heute soll der Hof von Robert E. in Lichtenberg aufgegraben und nach Peggys Leiche abgesucht werden. Gestern hat die Polizei schon die Pflastersteine und die obere Erdschicht abtragen lassen. Was beim Verhör gestern herauskam, ist nicht bekannt. Oder bessser: Bei der Befragung. Ein Verhör war es ja nicht, Robert E. ist ja nicht festgenommen. Aber wir haben erfahren, wer ihn befragt hat: Oberstaatsanwalt Dr. Ernst Schmalz. Er ist der amtierende Vizechef der Bayreuther Staatsanwaltschaft. Er beschäftigt sich erst seit wenigen Monaten mit dem Fall Peggy. Letzten Februar hatte ich mit ihm telefoniert und einige Mails ausgetauscht. Er war wortkarg. Da verteidigte er noch das Urteil gegen Ulvi Kulac. Jetzt wohl nicht mehr. Offenbar war ihm vieles im Fall Peggy auch noch unklar.

Er hat sich dann wohl die Akte kommen lassen und beim Lesen womöglich gestaunt – auch darüber, dass gegenüber von Peggy ein Mann wohnte, der später wegen sexuellen Kindesmissbrauchs eingesperrt war. Aber was nützt ihm das? Einen Beweis hat er wohl nicht. Einen neuen Prozess auf Basis wackliger Indizien dürfte er kaum wagen. Also geht er aufs Ganze – und hofft, heute Peggys Leiche zu finden.

1 Antwort
  1. Peter F sagte:

    Den Begriff „Verhör“ gibt es nicht mehr im Amtsdeutsch oder bei den deutschen Ermittlungsbehörden. Nur noch in Köpfen ewig Gestriger wird „verhört“. Heute heißt es „Vernehmung“. Wussten Sie doch bestimmt, Sie wisen doch sonst immer alles, Herr Lemmer. „Verhört“ wurde bei der Gestapo und SS. Mann, Mann, Mann. Peinlich, wenn Sie als Journalist das nicht wissen.

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