Der libysche Diktator Muammar el Gadafi ist seit heute Menschenrechtsbeauftragter der UNO. Damit wurde einer der ekelhaftesten aller Böcke zum Gärtner. Die UNO-Vollversammlung wählte perverserweise Libyen und die Schweiz gleichzeitig in das Germium, das über die Einhaltung der Menschenrechte auf der Welt wachen soll. Am selben Tag nahm die Berliner Polizei zwei libysche Agenten fest, die hier damit beschäftigt waren, Oppositionelle zu jagen.

Was Libyen unter Menschenrecht versteht, exerzierte das Land gleichzeitig im Fall des 9-jährigen Ruben, dessen Eltern nebst allen anderen Passagieren bei einer Zwischenlandung in Tripolis ums Leben kamen. Im Krankenzimmer des Jungen versanstaltete Gadafis Propagandatruppe einen rücksichtslosen Schaulauf. Kamerateams und eitle Funktionärsfatzkes, voran Gadafis “guter” Sohn Saif, gaben sich die Klinke in die Hand und ließen sich vor dem hilflosen Jungen ablichten. Sogar im OP ließ die libysche Führung Fotos schießen und an die Presseagenturen weiterleiten, die sie sogleich weltweit an die Redaktionen schickten.

Auch die Menschenrechte des Schweizer Geschäftsmannes Max Göldi scheren die libyschen Herrscher nicht die Bohne. Der Mann sitzt nach wie vor in libyscher Haft. Sein Vergehen: Keines. Bis auf das, dass er Schweizer ist und gerade in Libyen zu tun hatte, als dessen Herrscher sich daraüber erregte, dass sein anderer Sohn wegen einer Prügelei im Suff festgenommen wurde.

Majestätsbeleidigung, Sippenhaft, Eitelkeit, Willkür – und solche Gestalten wählt die UNO-Vollversammlung zu Menschenrechtsbeauftragten. Was für eine perverse Weltordnung.

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