Die Thüringer Allgemeine überschreibt ihren Bericht zur neuerlichen Einstellung der Ermittlungen im mysteriösen Todesfall F. mit der Bemerkung “fader Beigeschmack”: Behördensprecher Thomas Waßmuth sagte der Zeitung, es gebe “keine neuen Umstände”. In den bekannten Gutachten der Jenaer Institutschefin Gita Mall und des Frankfurter Rechtsmediziners Hansjürgen Bratzke sei der Fall “bereits ausreichend untersucht worden”. Die Reporterin befragte Waßmuth danach, wie er den Umstand bewerte, dass die Angehörigen des Mannes offenbar keinerlei Interesse an einer Aufklärung zeigen. Waßmuth meinte dazu: “Da bleibt durchaus ein fader Beigeschmack”. Die Zeitung zitiert außerdem einen der beiden Obduzenten, die F.s Leiche untersucht haben, Carsten Hädrich. Er hätte sich ein Obergutachten gewünscht, das “alles noch einmal kritisch beleuchtet”. Mit klaren Worten äußerte sich der Berliner Rechtsmediziner Prof. Volkmar Schneider, den eine Staatsanwältin in einer “viel zu schnellen” Nachricht auf dem Anrufbeanworter um Rückruf gebeten habe. Ihn so zu kontaktieren sei eine “Frechheit”. Hätte er die Telefonnummer verstanden, hätte er dennoch zurückgerufen.

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