Google dokumentiert neuerdings Löschanfragen von staatlichen Stellen. Mit 188 Ersuchen, Inhalte vom Netz zu nehmen, steht Deutschland auf dem zweiten Platz. Ganz oben findet sich Brasilien mit 291 Löschwünschen. Unter den Ländern mit weniger als zehn Anfragen sind Frankreich, Israel oder Österreich. Bisher umfasst die Liste 43 Länder.

Etliche Löschwünsche aus Deutschland stammen von Gerichten („court order“). Demnach löschte Google sieben Verweise auf Blogs auf Gerichtsbeschluss. Zahlenmäßig schlagen die Löschungen von Youtube-Videos am stärksten zu Buche. Hier listet Google 70 Löschaktionen auf. Die dürften mutmaßlich eher von der Musikindustrie ausgelöst sein.

Als Indikator für den freien Umgang mit Informationen taugt die Liste nur bedingt. Auch Länder wie Russland oder Pakistan sind unter denen, die weniger als zehn Löschwünsch an Google herantrugen. Dort dürften die Behörden aber wohl andere Möglichkeiten haben, missliebige Inhalte aus dem Netz zu tilgen. Für China gibt Google keine Zahl an, hier prangt nur ein Fragezeichen.

„Governmentrequest“ ist trotzdem ein gutes Werkzeug, das Offenheit schafft.

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