Harrison Schmitt am 11. Dezember 1972 beim Sammeln von Gesteinsproben auf dem Mond

Fusionsenergie gilt als perfekte Energiequelle, jedenfalls in der Theorie. Die Ausbeute ist hoch, die Gefahren gering, giftige oder strahlende Abfälle fallen nicht an. Der frühere Apollo-17-Astronaut Harrison Schmitt will die Fusionstechnik nutzen, um in großem Maßstab neuartige Kraftwerke zu betreiben. Der Rohstoff dafür soll auf dem Mond abgebaut werden – Helium 3.

Mit 15 Milliarden US-Dollar, verteilt auf 15 Jahre, kann der Plan nach seiner Einschätzung wahr werden. Ein Drittel der Summe sei für die Konstruktion eines Reaktor-Prototypen notwendig. Noch einmal 5 Milliarden müssten in den Bau einer Rakete gesteckt werden, die tragfähig genug wäre. Eine Mondbasis wäre für 2,5 Milliarden zu haben. Weitere 2,5 Milliarden müssten für den operativen Betrieb veranschlagt werden.

Auf einer Fläche von zwei Quadratkilometern Mondoberfläche lassen sich, so Schmitt, 100 kg Helium 3 gewinnen. Damit könnte ein 1000-Megawatt-Kraftwerk ein Jahr lang laufen. Helium 3 ist auf der Erde selten zu finden, auf dem Mond dagegen praktisch überall im Gestein enthalten.

Als Nebeneffekt nennt der frühere Astronaut die Entwicklung neuartiger Luftfahrttechnologie und die Fähigkeit, Flüge zum Mars technisch in den Griff zu bekommen. Schmitt landete nicht nur auf dem Mond, er ist auch gelernter Geologe. Zudem weiß er um die politischen Hürden, die sein Plan überwinden müsste. 1977 bis 1983 war er für die Republikaner Mitglied des US-Senats.

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