Polizeibeamte sollten wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie Knöllchen verteilen. In San Diego schrieb ein Beamter einen Autofahrer auf, weil der ein Stopschild übersehen habe. Bei dem Fahrer handelte es sich um den Mathematiker Dimitrij Krijukov, und der fand sich mit dem Vorwurf nicht ab. Er legte Widerspruch ein, zog vor Gericht und präsentierte zu seiner Verteidigung eine ausgefuchste mathematische Arbeit. Der Vorwurf fiel damit in sich zusammen.

Der Laie würde es so ausdrücken: Zuerst bremste ich ab und hielt, dann beschleunigte ich zügig über die Kreuzung. Während des Stopps stand ein Lieferwagen rechts neben mir, so dass der Polizist den Eindruck haben konnte, ich wäre mit gleichbleibender Geschwindigkeit über die Stopplinie gefahren. So einfach machte es sich Krijukov nicht. Er argumentierte mit dem Unterschied aus gefahrener Geschwindigkeit und beobachteter Winkelgeschwindigkeit. Mit Kurven und komplizierten Formeln zeigte er Brems- und Beschleunigungsvorgänge. Ob der Richter die Mathe-Gleichungen verstand oder am Ende einfach resignierte ist nicht bekannt.

Wer Krijukovs Arbeit nachlesen will – hier.

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