Der Rechtsmediziner Prof. Volkmar Schneider empfiehlt der Staatsanwaltschaft Meiningen, den mysteriösen Tod des Klinik-Patienten Rudolf F. zu untersuchen. Wäre er Staatsanwalt, würde er “den Fall wieder aufnehmen, egal, was dabei herauskommt”, sagte Schneider der Thüringer Allgemeinen. Schneider bestärkte damit seine Ansicht, die er mir gegenüber auch schon geäußert hatte.

Schneider beschrieb sehr deutlich, wie sich die Tat in der Intensivstation des Rhön-Klinikums in Meiningen im August 2007 abgespielt haben muss. Er glaubt, dem Opfer sei ein Kabel, Draht, eine Schnur oder etwas vergleichbares um den Hals gelegt worden. Der Täter habe auf der einen Seite zugezogen und auf der anderen Halsseite mit den Fingern dagegengedrückt. Schneider zur Thüringer Allgemeinen: “So kann man sich den Bruch des Kehlkopfes und die nur zu drei Vierteln ausgeprägte Strangulationsmarke erklären”.

Unmissverständlich kommentierte Schneider auch den Bruch des Kehlkopfes – offenbar eine Folge der Tat, während jedoch die Rechtsmedizin in Jena behauptet, das Opfer sei bereits mit gebrochenem Kehlkopf eingeliefert worden. Gita Mall, die Chefin der Rechtsmedizin, hatte mehrfach gesagt, der Bruch des Kehlkopfes sehe nur deshalb so frisch aus und zeige keine Heilungsprozesse, weil der Mann Kortison erhalten habe. Schneider sagte dazu, die Erklärung könne man “glatt vergessen”.

Die Gerichtsreporterin der Zeitung zitiert außerdem Frau Mall mit der Aussage, die Röntgenaufnahmen, die von Rudolf F.s Hals nach der Aufnahme in die Klinik gemacht wurden, seien verschwunden. Ein Bruch sei darauf nicht zu sehen, räumte Frau Mall ein. Schneider sagte, das Verschwinden dieses Beweisstücks sei “ein bisschen eigenartig”.

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Liebe Kollegen von der Thüringer Allgemeinen,

ich freue mich wirklich, dass meine Geschichte auch Euer Interesse findet. Nur schmückt Euch bitte nicht mit fremden Federn. Ehe die Quellenlage komplett aus dem Blickfeld rückt: Zu schreiben, die Geschichte habe “im Internet” gestanden, wäre etwa so, als würde ich zu Euren Berichten als Quelle “eine Zeitung” nennen.

Freundliche Grüße

Christoph Lemmer | bitterlemmer.net

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