Grabstelle von Rudolf F. in Wasungen. Seine Todesursache ist weiter ungeklärt

Einer der Söhne von Rudolf F. hat die Aufklärung des mysteriösen Todes seines Vaters  gefordert. Thomas F. (54) sagte, in dem Fall “müsste die Staatsanwaltschaft aktiv werden. Das ist doch logisch”. Ich habe F. gemeinsam mit der Gerichtsreporterin der Thüringer Allgemeinen,Meinhild Römer, in Wasungen getroffen, dem Heimatort seines Vaters.

F. sagte, er habe bis heute keine Nachricht über den Ausgang der Ermittlungen erhalten. “Ich dachte, die Jungs machen ihre Arbeit”, sagte er mit Blick auf die Staatsanwaltschaft. “Es interessiert mich, ob jemand dahinterhängt”.

Er habe bisher auch nichts über die schweren Halsverletzungen gewusst, die die Rechtsmediziner bei seinem Vater fanden, sagte der Sohn. Nach Ansicht des Obduzenten sprechen die Verletzungen für Gewalt gegen den Hals. Auch der Berliner Rechtsmediziner Prof. Volkmar Schneider hält das für möglich. Die Chefin der Jenaer Rechtsmedizin, Gita Mall, spricht dagegen von einem natürlich Tod und wird von ihrem Frankfurter Kollegen Hansjürgen Bratzke unterstützt.

F.s Vater war nach einem Sturz zu Hause in seinem Haus in das Klinikum Meinungen eingeliefert worden. Bei dem Sturz hatte er sich das vordere Längsband vor der Halswirbelsäule gebrochen. Auch diese Verletzung habe er bisher nicht gekannt und erstmals in einem Zeitungsbericht darüber gelesen, sagte Thomas F.

F. war der letzte, der vor dem Tod seines Vaters bei ihm in der Intensivstation im Meininger Rhön-Klinikum war.

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Der Bericht der Kollegin Römer, mit der ich Thomas F. getroffen habe

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