Ein Blickfang ist das Kampagnenmotiv mit Pamela Anderson allemal. Ob es für eine gute Sache wirbt, ist dagegen zweifelhaft

Die Organisation Peta wirbt gern spektakulär mit Stars und viel Haut für den Schutz von Tieren. Worte und Taten passen aber offenbar nicht ganz zusammen. Peta tötet jährlich tausende Tiere, die gutgläubige Menschen in ihre Obhut geben. Diesen Vorwurf erheben die Kritiker eines “Zentrums für Verbraucher-Freiheit“. Offensichtlich trifft er zu – denn Peta bestätigt ihn auf der eigenen Webseite.

Allein im vergangenen Jahr 2009 habe Peta in seinem Hauptquartier in Norfolk, Virginia, 2.301 Tiere getötet. Das waren fast alle, die dort abgegeben wurden. Nur acht fanden ein neues Herrchen, 31 wurden anderweitig weggegeben. In den Jahren zwischen 1998 und 2009 töteten die selbsternannten Tierschützer 23.640 Tiere – das sind 86 Prozent aller herrenlosen Hunde und Katzen, die dort landeten. So steht es in einer Tabelle, die die Peta-Kritiker offenbar von den Behörden des Bundesstaates erhalten haben.

Das “Zentrum für Verbraucher-Freiheit” wirft Peta Heuchelei vor. Es sei billiger, die Tiere zu töten statt ihnen ein neues Heim zu suchen. Peta habe ein jährliches Budget von 33 Millionen Dollar zur Verfügung und gebe ein Vermögen für öffentliche Kampagnen aus. Der Werbeetat sei der Organisation wichtiger als der Tierschutz. “Das ist kein Tier-Asyl, sondern ein Schlachthaus”, monieren die Kritiker.

Peta nimmt den Vorwurf ernst und hat auf seiner Webseite eine wortreiche Erwiderung veröffentlicht – in der sie die Zahlen der Kritiker keineswegs bestreitet. Stattdessen rechtfertigt sie die Tötung damit, dass “die meisten Hunde”, um die es gehe, “in solch einer schlechten Verfassung – körperlich wie geistig -” seien, “dass sie nicht vermittelbar sind”.

Zur Lösung des Problem fordert Peta gesetzliche Bestimmungen:

  • Wer sich ein Tier zulegen möchte, solle verpflichtet werden, eines aus einem Heim zu übernehmen statt bei einem Züchter eines zu kaufen.
  • Hunde und Katzen müssten kastriert werden.
  • Zoogeschäfts und Tierheime müssten verpflichtet werden, nur kastrierte Tiere an Privatleute abzugeben.

“Peta USA arbeitet an all diesen Punkten”, schreibt die Organisation – als sei sie dazu berufen, Gesetze zu machen.

Ohnehin scheint Peta leicht größenwahnsinnig zu sein. Jetzt wollen die Tierschützer, die auch vehement für veganen Lebensstil eintreten, nebenbei die Finanzprobleme Griechenlands lösen.

So stellt sich Peta ein Plakatmotiv am Pantheon vor und will dafür Griechenland "großzügig" bei seiner Schuldenkrise unterstützen

Peta-Vizechef Harald Ullmann schrieb an Griechenlands Staatspräsident Karolos Papulias, er habe angesichts der Finanzsituation des Landes “einen Vorschlag erarbeitet, wie allen Beteiligten ein wenig geholfen werden könnte”. Griechenland solle zustimmen, an den Säulen des Pantheon auf der Akropolis ein Großplakat der Organisation aufzuhängen. Darauf solle sich der Slogan finden: “Dein Körper ist ein Tempel – lebe vegan!”

Ullmann schreibt weiter und meint es offenbar ernst: “Im Gegenzug erhalten Sie von uns eine großzügige finanzielle Hilfe zur Staatssanierung.”

Möglicherweise war Ullmann nicht klar, in welcher Dimension sich die griechischen Finanzprobleme bewegen. Im April und Mai benötigt das Land 20 Milliarden Euro. Damit dürfte auch der Lieblings-Tierschutzverein der Hollywood-Aktivisten etwas überfordert sein.

2 Kommentare
  1. Czychi sagte:

    Wie dumm können Tierschützer sein.
    Kutschen in Dresden ohne Pferde,soll da etwa ein Traktor davor gespannt werden.Können sie das auch in Wien vorstelle??
    (Morgenpost 24.08.10)
    Zirkus Fiaker alles abschaffen was Geschichte macht.

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  2. Armin sagte:

    PETA gehört verboten und die Millionen gestrichen nach den sie tausende Tiere töten ist das eine sauerei aber Circus Krone oder andere Circus das Leben schwer machen das kann der treck Verein die gehören weg gespärt das sind die wahren tierqueller weg mit peta und ein verbot in ganz Europa

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