Die Staatsanwaltschaft Meiningen hat zu dem rätselhaften Todesfall in der örtlichen Klinik deutlich gemacht, wie entscheidend das Gutachten der Jenaer Rechtsmedizin für den Ausgang ist – der bisher darin besteht, dass nicht mehr ermittelt wird. Das Gutachten kommt – wie berichtet – zu dem Schluss, das Opfer Rudolf F. sei eines natürlichen Todes gestorben. Der Sprecher der Meininger Staatsanwaltschaft, Thomas Waßmuth, formuliert sehr deutlich, was das bedeutet: „Wenn Sie mit diesem Gutachten einem Verdächtigen einen Vorhalt machen, dann zeigt der Ihnen ein Vögelchen“.

Waßmuth: „Das Gutachten ist in dem Fall der Dreh- und Angelpunkt“. Darum habe die Staatsanwaltschaft auch ein Zweitgutachten angefordert, eben das des Prof. B. aus F. Außerdem, und hier enthüllt Waßmuth eine Neuigkeit, gab es Meinungsverschiedenheiten im rechtsmedizinischen Institut in Jena über den Fall. Einer der Ärzte war davon überzeugt, dass das Opfer gewaltsam starb. In dem Gutachten des Instituts findet sich davon aber offenbar nichts – mit den geschilderten Folgen für die Ermittler.

Wird fortgesetzt.

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  2. […] musste dieses Vorhaben aber aufgeben. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Waßmuth, sagte: “Wenn Sie mit diesem Gutachten einem Verdächtigen einen Vorhalt machen, zeigt der Ihnen ein […]

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  4. […] stellte die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren nach dem Tod F.s ein. Begründung: Das Gutachten der Jenaer Rechtsmedizin, gestützt von einem Zweitgutachten von Prof. B. aus F., sprächen von […]

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