Seit heute läuft die Beweisaufnahme im NSU-Prozess, und da sorgt eine Zeugin für handfeste Überraschungen. Sie habe den Mord an dem Schneider Abdurahman Özüdogru aus ihrer Wohnung gehört und beim Blick aus dem Fenster die Leiche gesehen. Außerdem beobachtete, wie zwei Männer sein Geschäft verließen. Und die Männer seien dieselben, die ein oder zwei Tage vorher zusammen mit einer Frau schon einmal in der Siemensstraße in Nürnberg waren und dort miteinander diskutierten. Die Frau heißt Sabine M., ist 44 Jahre alt, wohnte damals genau gegenüber im ersten Stock – und ist hochgradig nervös und ängstlich. So sehr, dass sie immer wieder Tränen aus den Augen wischte und dann nach vielen Fragen beichtete: Sie fürchte sich derart, dass sie sich nicht traue, alles zu sagen, was sie sagen könnte.

Das Gericht hat die Sitzung darauf erst einmal unterbrochen und berät, ob die Frau in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden kann. Kurz diskutiert wurde die Frage, ob ihr ein Anwalt beigestellt werden kann. Die Zschäpe-Verteidigung legte dagegen schon Einspruch ein, den Richer Götzl aber erstmal vom Tisch wischte.
Fortsetzung folgt.

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