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Wer Menschen manipulieren will, muss nur schnell und √ľberzeugend sein. Bewusst gesetzte Falschinformationen hinterlassen auch dann dauerhafte Spuren in den Gehirnen, wenn anschlie√üend √ľber die wirklichen Tatsachen aufgekl√§rt wird. Das schreiben Psychologen der Universit√§t von West-Australien nach einer Studie mit Studenten. F√ľr das Experiment wurde ihnen die Nachricht eines Busunfalls pr√§sentiert. Der wurde eine falsche Information angef√ľgt. Die lautete f√ľr einige Studenten, an Bord sei eine Gruppe alter Leute gereist. Anderen wurde gesagt, die Insassen seien Hockey-Spieler gewesen. Ein Teil der Studenten wurde vor Desinformation gewarnt, der andere nicht. Die Warnung war unmissverst√§ndlich und lautete, dass Menschen sich schwert√§ten, die zuerst geh√∂rten Aussagen zu einem Thema zu ignorieren, auch dann, wenn sie w√ľssten, dass sie nicht stimmen.

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Lifestyle-Autorin Freia Peters schreibt heute in der WamS √ľber die Unlust der Wessis, den Osten Deutschlands zu bereisen. Den Beleg liefert sie als trickreich pr√§sentierte¬† Statistik. “Gut jeder f√ľnfte Westdeutsche hat noch nie seinen Fu√ü auf ostdeutschen Boden gesetzt” klagt sie. Demgegen√ľber w√ľrden “fast drei Viertel” der Ostdeuschen angeben, sie w√ľrden “h√§ufig, sehr h√§ufig beziehungsweise st√§ndig in westdeutschen Bundesl√§ndern unterwegs sein.” Formulieren wir diesen Befund unverschn√∂rkelt und verst√§ndlich, lautet er so: Im Osten wie im Westen waren laut der von ihr zitierten Statistik um die Kante 75 Prozent schon im jeweils anderen Landesteil. Autorin Peters biegt sich daraus diese Wunschfolgerung: “Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei den Ostdeutschen”. Und dann findet sie nat√ľrlich auch gleich Politiker wie den aus dem Westen zugewanderten SPD-Ministerpr√§sidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, den sie “den Kopf sch√ľtteln” l√§sst √ľber seine westlichen Landsleute.

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