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Sigmar Gabriel ist einer der besten Leute der AfD. Seine Basta-Attit√ľde Richtung CSU zeigt das Problem, das die Parteien, voran die SPD, in Deutschland angerichtet haben. Im Spiegel erkl√§rt er die CSU zum gro√üen Quertreiber der Koalition und fordert Angela Merkel auf, “f√ľr Ordnung” zu sorgen. Im Klartext soll das wohl¬†hei√üen: Merkel soll der CSU das Wort verbieten¬†und sie auf Koalitionskurs ‚Äď sprich: SPD-Kurs ‚Äď bringen. “Das Zerw√ľrfnis zwischen CDU und CSU ist inzwischen zu einer ernsthaften Belastung der Arbeit in der Koalition geworden”, l√§sst er sich zitieren, mit einem Satz, der vermutlich gr√ľndlichst hin- und herauthorisiert wurde.

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Gerade kommt meine Freundin ins Zimmer und teilt mir folgendes mit: Von dem Geld, das ihr Arbeitgeber ihr kulanterweise jeden Monat f√ľr Kinderbetreuungskosten bezahlt, habe sich das Finanzamt rund die H√§lfte einverleibt. Das ist bl√∂d, weil die Kinderbetreuung tats√§chlich so viel kostet, wie der Arbeitgeber beitr√§gt, meist sogar noch etwas mehr. Das ist auch deshalb bl√∂d, weil unsere private Kasse sowieso immer eher knapp best√ľckt ist, anders als ‚Äď bekannterma√üen ‚Äď die Staatskasse.

Vielleicht liegt es daran, dass wir unsere Kleine privat mit Hilfe einer Babysitterin betreuen lassen und uns bisher nicht entschlie√üen konnten, sie in eine Krippe zu stecken. Es ist mir ziemlich egal, ob der Staat das gut hei√üt oder nicht, es geht ihn keinen Pfifferling an. Aber es ist ein starkes St√ľck, die Kostenerstattung des Arbeitgebers als gew√∂hnliches Arbeitseinkommen aufs Brutto draufzuschlagen und dank kalter Progression abzukassieren.

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Der dreisteste Satz, den ein Politiker bisher in der Edathy-Affäre äußerte, stammt von SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel. Er lautet:

Jeder Mensch in Deutschland, auch ein Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender hat das Recht, Beamte der Exekutive zu fragen.

Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Eigentlich wollte Gabriel den SPD-Fraktionsvorsitzenden J√ľrgen Oppermann in Schutz nehmen. Der hatte, nachdem Gabriel ihm letzten Oktober einen Verdacht gegen den SPD-Abgeordneten J√ľrgen Edathy steckte, ¬†bei BKA-Chef J√∂rg Zierke angerufen. Und das, meint also Gabriel, sei Oppermanns gutes Recht gewesen ‚Äď weil ¬†auch sonst jeder B√ľrger das Recht habe, mal eben bei Zierke anzurufen und ihn wasauchimmer zu fragen?

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Neuer Vater statt querer Familie: Wär doch mal ein Vorschlag!

P√ľnktlich zum Jahreswechsel hat die Stadt M√ľnchen ihren Familienpass 2014 herausgebracht. Er kostet sechs Euro und bietet alle m√∂glichen Verg√ľnstigungen f√ľr Familien. Als Leitbild dessen, was Familie sein soll, haben die Herausgeber eine Brosch√ľre herausgegeben, auf deren Titel wohl folgendes zu sehen sein soll: Ein schwules Paar mit einem M√§dchen, eine alleinerziehende Mutter mit einem Sohn und eine weitere alleinerziehende Mutter mit einem Kind unbestimmbaren Geschlechts. Im Innern von Familienpass und Flyer liest man mehrfach die alte Parole des einstigen Kanzlers Gerhard Schr√∂der: “Familie ist da, wo Kinder sind”.

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