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Quotenfrau ist – zugegeben – ein böses Wort. Es suggeriert, Frauen würden in Zeiten der Quote nur deshalb auf Posten rutschen, weil die Quote ihnen die Türen öffnet und nicht die individuelle Fähigkeit. Allerdings ist es ja genau der Zweck der Quote, Frauen zu bevorzugen. Insofern ist nicht auszuschließen, dass das Ergattern eines quotierten Postens andere Fähigkeiten erfordert als das Ergattern eines unquotierten Postens. Das beginnt schon damit, dass der Hinweis, man sei zufällig weiblich, im Fall eines quotierten Postens einen Vorteil gegen die männlichen Bewerber bedeutet.

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Neuer Vater statt querer Familie: Wär doch mal ein Vorschlag!

Pünktlich zum Jahreswechsel hat die Stadt München ihren Familienpass 2014 herausgebracht. Er kostet sechs Euro und bietet alle möglichen Vergünstigungen für Familien. Als Leitbild dessen, was Familie sein soll, haben die Herausgeber eine Broschüre herausgegeben, auf deren Titel wohl folgendes zu sehen sein soll: Ein schwules Paar mit einem Mädchen, eine alleinerziehende Mutter mit einem Sohn und eine weitere alleinerziehende Mutter mit einem Kind unbestimmbaren Geschlechts. Im Innern von Familienpass und Flyer liest man mehrfach die alte Parole des einstigen Kanzlers Gerhard Schröder: “Familie ist da, wo Kinder sind”.

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Das vier Monate alte Baby aus Toronto heißt Storm Stocker. Ein geschlechtsneutraler Name, der offenlässt, ob Storm ein Junge oder ein Mädchen ist. Genauer gesagt ist es ein Geheimnis der engsten Familie, welches Geschlecht Storm besitzt. Es sind nur wenige Menschen, die es kennen: Die beiden Hebammen, die es zur Welt brachten, natürlich die Eltern David Stocker und Kathy Witherick und Storms große Brüder Jazz (5) und Kio (2). Der Rest der Welt, einschließlich der Großeltern, bekam eine E-Mail, in der es heißt: “Wir haben uns entschlossen, Storms Geschlecht nicht mitzuteilen, als Beitrag zu Freiheit und Vielfalt in einer Welt voller Beschränkungen”.

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Sie führt den Diskurs, den die Kanzlerin verweigert: Familienministerin Kristina Schröder

Familienministerin Kristina Schröder wird vielleicht deshalb gern unterschätzt, weil sie erst 33 Jahre alt ist. Dabei gibt es keinen anderen Akteur des bürgerlich-liberalen Lagers, der sich wie sie zum politischen Diskurs aufrafft. Während etwa der kommende FDP-Chef Philipp Röseler nur noch verwaltungstechnisches Klein-Klein betreibt, verändert Kristina Schröder die Gesellschaft. In der FAS hat sie eine scharfe Granate auf Alice Schwarzer, den Lila-Latzhosen-Feminismus und die 68er abgeschossen. Nicht zum ersten Mal.

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