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Bei mir in Oberbayern sieht es aktuell sehr nass aus. Ich habe mitbekommen, dass die derzeitige Nässe komische Reaktionen bei Menschen auslöst. Da gibt es einerseits welche, die leise über den Regen fluchen, weil er ihnen die politisch ausbeutbare Behauptung verwässert, wir erlebten gerade eine Dürre als Folge des Klimawandels. Da gibt es andererseits die, die triumphierend aus den durchnässten Kleidern steigen und sarkastisch von der Dürre reden, die sie gerade durchnässte.

Ich persönlich mag Sonne lieber als Regen. Die Sonne wärmt so schön. Man kann das Regenzeug im Schrank lassen. Man bewegt sich auf dem Fahrrad deutlich komfortabler. Ich persönlich besitze übrigens kein Auto und wohne auf dem Land. Da es das Land zwischen München und Rosenheim ist, zahle ich dort fürs Wohnen auf 80 Quadratmetern in einer Art Ghetto für Zugezogene deutlich mehr als ein Berliner für 100 Quadratmeter in einer halbwegs angesagten Gegend. Gut ist, dass ich in Fußwegweite eine Bahnstation habe. So komme ich in nur 7 Minuten nach Bad Aibling, in einer Viertelstunde nach Rosenheim und in rund einer Stunde nach München. Mit BahnCard 50 kostet die Fahrt nach München nur 9 Euro. Wenn die Bahn fährt. Wenn nicht, ist das halt Pech. Aber ich sehe die Alpen vom Bahnsteig. Der Anblick ist immerhin ein kleiner Ausgleich für verpasste Jobs oder Termine.

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