BeitrÀge

Der Schwiegersohn von US-PrĂ€sident Donald Trump, Jared Kushner, arbeitet offenbar schon seit 18 Monaten an einem Plan, der die politische Lage im Nahen Osten grundlegend Ă€ndern wĂŒrde – und die mutmaßlich gefĂ€hrlichste Krisenregion der Welt befrieden soll. Dahinter steckt die Idee, das seit 1949 bestehende Problem der PalĂ€stinaflĂŒchtlinge doch einmal zu lösen und zu diesem Zweck die UN-Unterorganisation abzuschaffen, die die PalĂ€stinenser unter dem Aspekt des FlĂŒchtlingsstatus betreut: Die UNRWA.

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Gibt es bisher nur destruktiven Jounalismus? Es drĂ€ngt sich auf, darauf mit ja zu antworten, glaubt man denen, die neuerdings das Konzept des „konstruktiven Journalismus“ propagieren. Es handelt sich vorzugsweise um Kollegen mit eher grĂŒnen oder linken Ansichten und bei öffentlich-rechtlichen Anstalten und bei der Zeit, die mit „konstruktiven“ AnsĂ€tzen experimentieren. Die seien eine Chance, die GlaubwĂŒrdigkeit der Medien zu erhöhen, heißt es dabei gern. 

Das Konzept des „konstruktiven Journalismus“ predigt „Lösungen statt Probleme“. Kurz gesagt: Journalismus solle nicht nur MissstĂ€nde anprangern, sondern auch Wege zur Lösung anbieten. Sogar der Focus outet sich neuerdings als Verfechter eines solchen Ansatzes, was glĂŒcklicherweise nicht nur ich ziemlich spaßig finde. Offenbar glaubt man jetzt auch in Clickbaithausen, sein Ansehen mit einer schönklingenden Parole und ohne viel MĂŒhe aufpolieren zu können. Durchdacht ist das alles nicht. „Konstruktiv“ klingt schön, aber es ist ist nichts als PR-artiges GeschwĂ€tz und schafft nichts als WidersprĂŒche und neue Probleme. Weiterlesen

FĂŒr ein Thema, an dem ich schon eine Weile recherchiere, benötige ich eigentlich auch eine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft Köln. Wie es aussieht, werde ich nicht anders können, als in dem betreffenden Beitrag einfach festzustellen, dass man dort nicht bereit und/oder in der Lage war, meine Fragen zu beantworten. So was kommt schon mal vor. In diesem Fall ist es aber extra bemerkenswert, weil ich die Kölner Sag-nichts-Masche so noch nicht erlebt habe.

Dabei gibt sich die Pressestelle zunĂ€chst sehr offen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Webseite mit den Namen und Durchwahlnummern aller Ansprechpartner ins Netz gestellt. Das ist keine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Andere Staatsanwaltschaften geben sich da nicht so offen. Aber wie sich zeigt, handelt es sich nur um einen Schein von Offenheit. WĂ€hlt man die Nummern der Reihe nach ab, dann erreicht man so gut wie nie den gewĂŒnschten GesprĂ€chspartner. Auf der Webseite ist auch eine E-Mail-Adresse fĂŒr Anfragen vermerkt. Die empfiehlt sich ohnehin, weil in den wenigen FĂ€llen, in denen doch mal jemand ans Telefon geht, der Betreffende scheinbar grundsĂ€tzlich immer um eine schriftliche Anfrage per E-Mail bittet (leider eine generell gĂ€ngige Unart). In einer anderen Recherche benötigte ich ĂŒber eine Woche, bis ich einen RĂŒckruf und dann auch tatsĂ€chlich eine Antwort auf meine Frage bekam. Ich akzeptierte ĂŒbrigens die mĂŒndliche Auskunft und bestand meinerseits nicht auf die Schriftform. Weiterlesen

Auch unter deutschen Medienschaffenden wird gerade ein Film des Magazins Vice ĂŒber die Gewalt in Charlottesville schwer gelobt – was man nur als schwere Heuchelei bezeichnen kann. Dieselben, die diesen Film loben, krakeelen sonst gequirlte Scheiße, wenn gezeigt wird, was dieser Film zeigt. Ereignisse, Gewalt, Verletzte auf Tragen, TĂ€ter, sogar redende TĂ€ter, sogar redende TĂ€ter-AnfĂŒhrer. Der Film zeigt alles und jeden.

Der Film zeigt dagegen nicht: Behördensprecher, Politiker, sogenannte Experten, Klugscheißer, Besserwisser, Medienverhinderer mit Datenschutzkomplex, Gremiensaberfanten. Der einzige Politiker, der zu Wort kommt, wird als einziger nicht im Bild gezeigt. Der ist nur hinter Schwarzbild zu hören.

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Sie habe es es schon wieder getan. Arte kann es nicht lassen, dieses vermeintlich grenzĂŒberschreitende Kulturfernsehen zum Nutzen der Menschheit (oder so). Mit „Gaza: Ist das ein Leben“ haben sie wieder einen antiisraelischen und antijĂŒdischen Hassfilm veröffentlicht. Warum es sich um einen Hassfilm handelt hat mena-watch detailliert beschrieben. 

Wie schon in frĂŒheren FĂ€llen weigerte sich Arte, Fragen von Kritikern respektvoll zu beantworten. Mit respektvoll meine ich: So, dass Kritiker ernst genommen werden und sich ernst genommen fĂŒhlen können. Arte reagierte wie ĂŒblich arrogant und hochherrschaftlich. Man tippte ein belangloses, verharmlosendes, jeden Fragesteller verĂ€chtlich machendes sogenanntes Pressestatement zusammen. Auf das verwies Arte dann Fragesteller und Kritiker. Diese Methode heißt: Was hier zu fragen gestattet ist, bestimmen wir.

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Neuerdings kurisert im Internet ein Video, in dem eine Frau in einem gemusterten Kleid behauptet, Deutschland und Ungarn hĂ€tten eine gemeinsame LĂ€ndergrenze. Dieses Video verbreitete sich sogleich in den sozialen Medien und sorgte dort fĂŒr aufgeheizte Debatten. Dabei ging es durchaus um heikle Themen. So wurde in manchen DiskussionsbeitrĂ€gen die FlĂŒchtlingspolitik der Bundesregierung mit der deutsch-ungarischen Grenze in Verbindung gebracht. Den professionellen Faktenkontrolleuren im Netz, etwa dem Faktenfinder der ARD-Tagesschau, ist das Video mit der behaupteten deutsch-ungarischen Grenze wohl entgangen. Darum fragen wir jetzt: Wie ist das wirklich mit der deutsch-ungarischen Grenze?

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Links, das war der Protest gegen das G20-Treffen. Das G20-Treffen selbst muss demnach rechts gewesen sein, wenn links und rechts als politische Zuschreibungen noch irgendeinen Sinn ergeben sollten. Linke waren es auch, die vorher an gewaltsame Eskalation nicht glauben wollten, voran SPD und GrĂŒne, die in Hamburg gemeinsam regieren. Dass Sicherheitsbehörden oder auch die Polizeigewerkschaften schon im Vorfeld BefĂŒrchtungen Ă€ußerten ist auch nicht ĂŒberraschend. Die gehören halt nicht dazu zum linken Lager, sind nach linker Logik also auch rechs. Die Linken redeten die GefĂ€hrlichkeit ihrergleichen herunter, die Rechten redeten linke GefĂ€hrlichkeit hoch, der ĂŒbliche politische Tanz. Dann  aber eskalierte die Gewalt. Die Rechte behielt recht, und sie hat die Bilder und Augenzeugenberichte zur Seite, die aus den sozialen Medien in die redaktionellen Medien sickerten und wie nie zuvor eine neue Deutung durchsetzten: Auch Linke können gewalttĂ€tig und böse sein.

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HĂ€tten die Kollegen von NDR und Tagesschau mal in den Livestream von Welt-N24 geschaut, dann hĂ€tten sie sehen können, wie maskierte Gangster (jedenfalls sahen sie aus wie maskierte Gangster) immer Stinkefinger in die Kamera hielten oder versuchten, das Bild komplett mit der Hand abzudecken. Das war eine coole Aktion der N24-Kollegen. Sie war ĂŒbrigens auch mutig, im Gegensatz zu allem, was andere so fĂŒr mutig halten mögen.

Offenbar hatten die Kollegen von NDR und Tagesschau so ihre eigene Wahrnehmung. Wer diesen Zusammenschnitt anschaut, der bekommt einen anderen Schuldigen prĂ€sentiert, nĂ€mlich die Polizei. Die habe den friedlichen Demonstrationszug grundlos gestoppt, behauptet die Offsprecherin. Das sei der Anfang gewesen. Ihre Behauptung trĂ€gt allerdings nicht sehr weit. Ein PolizeifĂŒhrer kommt ins Bild und erklĂ€rt jemandem, die Maskierten mĂŒssten ihre Masken abnehmen. Wer der Jemand ist erklĂ€rt der ARD-Film nicht. Vielleicht ist es einer der Initiatoren der Demo, vielleicht ein Alien, vielleicht ist es auch egal, jedenfalls den journalistischen Stars der großen Anstalt.

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Es ist wieder einmal eine dieser atemlos hervorgepressten, sensationell klingenden EnthĂŒllungs-Verlautbarungen. „Handydaten könnten neue Spur bringen“, heißt es beim öffentlich-rechtlichen SĂŒdwestrundfunk (SWR). Die Redaktionen des Fernsehmagazins „Report Mainz“ und der Hamburger Illustrierten Stern hĂ€tten „geheime Polizeiakten“ zugespielt bekommen. Denen sei zu entnehmen, dass wĂ€hrend des Mordes an der Polizistin MichĂ©le Kiesewetter „Kontaktleute islamistischer Terroristen möglicherweise am Tatort in Heilbronn gewesen sein“ „könnten“. 

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Mit zwar verstĂ€ndlicher, aber doch unfairer HĂ€me auf die Falschen wird heute viel darĂŒber gespottet, dass der Hessische Rundfunk einen Vertreter des Erdogan-ergebenen tĂŒrkisch-staatlichen Religionsvereins Ditib als neuen Rundfunkrat begrĂŒĂŸte. Der Hessische Rundfunk kann da nichts fĂŒr. Der sucht sich seine RundfunkrĂ€te nĂ€mlich nicht selber aus. Das tut der hessische Landtag, in diesem Fall die schwarz-grĂŒne Koalition. Die waren es, die bereits vor knapp einem Jahr diese Absonderlichkeit einleiteten. Sie folgten damit dem Koalitionsvertrag, den die beiden Obermuftis Volker Bouffier (CDU) und Tarek Al-Wazir (GrĂŒne) feierlich behandschlagt hatten.

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