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Wenn ein AfD-Politiker irgendeinen provokanten Satz ablässt, dann bebt Mediendeutschland bis zur Oberkante der nach oben offenen Richter-Empörungs-Skala. Wenn ein Verbrechen zur Debatte steht, bei dem ein rechtsextremer Täter schlimme Dinge anrichtete – teils wörtlich aus Aussagen vor Gericht zitiert: „Fortpflanzungsrelevante Dysfunktion“; schmerzfrei weder stehen, sitzen oder liegen können nach Bauchdurchschuss; nach Jahren immer noch „eingeschränkte Ventilation“ nach Thorax-Durchschuss; akute psychische Symptome nach Verlust des eigenen Kindes; Selbstmordabsichten und konkrete Selbstmordversuche nach Verlust des eigenen Kindes; etc. –, wenn also konkrete Taten zur Debatte stehen, dann bebt rein gar nichts in Mediendeutschland. So etwas wird annähernd ohne Öffentlichkeit verhandelt.

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Dass staatliche Stellen gegenüber Journalisten vieles verschweigen ist zwar ärgerlich, aber üblich. Streng genommen, im Sinne der gerichtlichen Definition, beantworten staatliche Stellen journalistische Anfragen damit nicht wahrheitsgemäß. Vor Gericht sind Zeugen verpflichtet, vollständig alles preiszugeben, was sie zu einer Frage beitragen können. Da gilt es schon als Unwahrheit, wenn sie etwas weglassen. Aber seien wir großzügiger als der Staat und akzeptieren Verschweigen als gerade noch hinnehmenbare Taktik. Falsche Auskünfte allerdings sprengen das Maß. Da gibt’s nichts mehr zu beschönigen.

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