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Ein Beispiel f√ľr typische Dummen-PR findet sich heute auf demPR-Ticker der ddp.¬† Sie ist als H√∂rfunkinterview geschrieben. Der Rollentext der “Sprecherin”, von der sich die Agentur wohl w√ľnscht, dass Radiomoderatoren sie m√∂glichst w√∂rtlich so verlesen, beginnt mit “F√ľnf, vier, drei, zwei, eins – und ab daf√ľr”. Das ist die Steigerung des eigentlich nicht steigerungsf√§higen Standardeinstiegs in PR, der sonst gerne lautet: “Endlich ist es soweit: …” Das iPad, um dessen heutigen Verkaufsstart es geht, nennen die PR-Lyriker das “neue Apple-Wunder”. Der Chef von Gravis, der den Unsinn bezahlt, l√§sst sich von seiner √Ėffentlichkeitstruppe als das “deutsche Gesicht von Apple” anbeten, wobei auch dieser Lobpreis der “Sprecherin” zugeschrieben wird. Im Manuskript bedankt sich der Gravis-Mann dann auch brav: “Ja, ich danke Ihnen”. In einer zweiten Version dieses sogenannten Interviews beendet die Sprecherin ihren Beitrag mit dem sogenannten Ratschlag: “Also dann, schnell los, eh die iPads alle weg sind!”

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Ich kenne PR-Leute, die relativ offen und bewusst Interessenskonflikte suchen. Etwa, indem sie √ľber pers√∂nliche Kontakte zu Redakteuren Geschichten platzieren, die sonst niemand drucken w√ľrde. Im Fall des insolventen Kaufhauskonzerns Karstadt bin ich auf einen anderen Fall einer m√∂glichen Interessenskollision gesto√üen. Die PR-Agentur CNC vertritt gleich zwei Bieter, die Interesse an der √úbernahme des Unternehmens bekundet haben, die Private-Equity-Gesellschaft Triton und die Immobiliengesellschaft Highstreet, die mehrheitlich zur US-Bank Goldman Sachs geh√∂rt. CNC-Sprecher John Menger stellte sich meinen Fragen und antwortete verbl√ľffend offen.

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