BeitrÀge

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk erfĂŒllt einen Auftrag in dreierlei Hinsicht: Information, Bildung und Unterhaltung. Ken Jebsen gehört definitiv nicht in die Kategorie Unterhaltung, das hat der RBB jetzt klargestellt. Also ist seine Sendung als Bildung oder Information gedacht – auch kĂŒnftig, denn seine Schwadronier-Show bleibt im Programm von Radio Fritz. Programmdirektorin Claudia Nothelle begrĂŒndet das in einer Pressemitteilung des Senders so:  “Ken Jebsen ist ein Moderator, der die jungen Hörerinnen und Hörer fĂŒr Politik und Demokratie begeistern und sie zum Mitwirken anregen will”. In der ErklĂ€rung folgt dann ein etwas kryptischer Satz der Programmdirektorin: “Wir mussten aber leider erkennen, dass er in manchen FĂ€llen die Grenze ĂŒberschritten hat”. Welche Grenze, das behalten die RBB-Verantwortlichen fĂŒr sich.

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Schon wieder was ĂŒber Ken Jebsen? Ja, denn der RBB scheint sich nicht dazu durchringen zu können, dem Antisemiten, Hetzer und Verschwörungstheroretiker Jebsen endgĂŒltig das Mikrofon wegzunehmen. TatsĂ€chlich stehen Programm- und Senderleitung offenbar immer noch hinter ihm. Vielleicht sollten die Herrschaften einmal in schriftlicher Form zu sich nehmen, was Jebsen sonst nur durchs Mikrofon hechelt. Gelesen wirkt es stĂ€rker auf die Ratio und nicht so emotional wie beim Hören. Und man bemerkt schneller, dass da was nicht stimmen kann – etwa, wenn er Facebook zur CIA-Verschwörung erklĂ€rt.

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Es ist mal wieder Wahlkampf in Berlin. Den nehmen die Parteien der deutschen Pleite-Hauptstadt so ernst, dass sie dafĂŒr fĂŒnf Millionen Euro ausgeben. Wohl vergebens, denn die Menschen wissen ganz gut, was sie von Wahlwerbung zu halten haben, nĂ€mlich wenig bis nichts. Eine Studie der Penn State UniversitĂ€t kommt zu einem Resultat, das der eine oder andere vermutlich aus persönlichen GesprĂ€chen kennt: Niemand glaubt die Reklame der Parteien, aber jeder glaubt, alle anderen wĂŒrden sie glauben.

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Die Uno-Studie ĂŒber angebliche Armut in Deutschland ist ein Witz. Anders kann man das nicht sagen. Mit den Fakten geht sie gĂ€nzlich freihĂ€ndig um. Die Urheber stammen großteils aus Deutschland selbst, sind fĂŒr linke Systemkritik bekannt und haben es geschafft, unter dem Label der Uno einen Hieb zu landen. UnterstĂŒtzt werden sie von einem internationalen Gutachtergremium, in dem so ausgewiesene Super-LĂ€nder wie Weißrussland, Ägypten oder Jordanien ĂŒber Deutschland richteten. Eine abenteuerliche Konstellation.

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Achtung! Dieses Glas vorsichtig leeren, raten "unabhÀngige" Nuklear-Experten der taz

Manchmal wĂŒrde ich Journalistenkollegen gern fragen, ob sie beim Schreiben auch denken. Etwa, als ich heute diesen Satz auf der taz-Webseite las: “UnabhĂ€ngige Forscher raten der Bevölkerung, sich nicht auf Regenwasser als Trinkwasser zu verlassen”. In dem Text ging es darum, dass in SĂŒdwestfrankreich leichte RadioaktivitĂ€t in Regenwasser gemessen wurde, 8,5 Becquerel, wie die taz notierte. Also werde ich ab sofort  etwas anderes trinken als immer nur Regenwasser, danke, wĂ€re ich allein nicht drauf gekommen.

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