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Wie die Vulkanwolke den Deutschen Wetterdienst aus ihrem Behördenschlaf riss

Der Deutsche Wetterdienst ist eine Behörde, der es egal sei kann, ob sie funktioniert oder nicht. So verhält sie sich auch. Die ersten drei Tage seit Ausbruch des isländischen Vulkans habe ich das Thema für eine große Berliner Tageszeitung bearbeitet und dabei immer wieder auch versucht, Informationen aus der deutschen Wetterbehörde herauszupressen. Am ersten Tag, als nun wirklich jeder nichts anderes wollte, als Ort, Höhe und mehr Details zur Vulkanwolke zu erfahren, sagte mir die Sekretärin der DWD-Pressestelle, der Herr Pressesprecher sei vorläufig nicht zu sprechen. Ich befürchtete schon die Standardausrede, er befinde sich in einem dringenden Meeting, das ihn von seinem Job abhalte. Aber die Sekretärin hatte eine weit bessere Entschuldigung parat: Er führe gerade eine "Gruppe VIPs" durchs Haus. Beileibe nicht die einzige Panne des DWD, der ohnehin nur das Hobby des Herrn Verkehrsministers und fachlich völlig überflüssig ist.

Cockpit-Sprecher erklärt, warum Vulkanasche für Flugzeuge gefährlich ist

In neun europäischen Ländern ist der Luftraum gesperrt worden. Ursache ist eine riesige Aschewolke, die nach dem letzten Vulkanausbruch in Island Richtung Nordeuropa zieht. In Großbritannien sind bereits die meisten Flughäfen geschlossen, darunter Heathrow. Der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit hat mir erklärt, warum Vulkanwolken für Flugzeuge so gefährlich sind.