Eigentlich hatte ich heute vor, über eine Rede von Hans Modrow zu berichten, dem früheren Dresdner SED-Bezirkschef, quasi Honeckers Gouverneur in einem Teil des von Ulbricht zerschlagenen Sachsen, das heute wieder als komplettes Land existiert. Eingeladen hatte ihn ein Verein namens Rotfuchs. Modrow wollte seine Sicht auf die “Vorkommnisse der Jahre 1989/90” schildern, wie es in der inzwischen aus de…

Eigentlich hatte ich heute vor, über eine Rede von Hans Modrow zu berichten, dem früheren Dresdner SED-Bezirkschef, quasi Honeckers Gouverneur in einem Teil des von Ulbricht zerschlagenen Sachsen, das heute wieder als komplettes Land existiert. Eingeladen hatte ihn ein Verein namens Rotfuchs. Modrow wollte seine Sicht auf die “Vorkommnisse der Jahre 1989/90” schildern, wie es in der inzwischen aus dem Netz gelöschten Veranstaltungsankündigung hieß. Die Räume dafür stellte die Volkssolidarität, ein gemeinnützig anerkannter Verein, der das Ende der DDR überlebte, heute Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband ist und nicht zuletzt von Steuergeldern lebt.

Schon die Vorbereitungen gestalteten sich drollig. Gegen Mittag rief ich im Landesverband der Volkssolidarität an, um mich zu erkundigen, in welcher ihrer Stätten Modrow auftreten werde. Die Dame am Telefon wusste es nicht und meinte, vermutlich handele es sich um eine Veranstaltung des “Rates des Stadtbezirks”. Sie sagte tatsächlich: “Rat des Stadtbezirks”. Den gäbe es schon lange nicht mehr, antwortete ich, das heiße heute Bezirksamt. Und sagte, dass das auch ganz gut so sei. Darauf sie, leich…

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Modrows Stalinisten-Rentner schmeißen Journalist raus
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