Italien ist nicht Griechenland. Warum wollen die EU-Regierungen also den Rettungsschirm auf 1,5 Billionen Euro aufblasen?

Keine Frage, auch Italien ist über beide Ohren verschuldet. Aber es gibt ein paar Unterschiede zu Griechenland. Die meisten italienischen Schulden laufen langfristig und werden von den eigenen Staatsbürgern gehalten. In Griechenland sind die Laufzeiten überwiegend kurzfristig und die Gläubiger meist ausländische Banken. Die wichtigste Folge: Griechenland taumelt von einem Zahltag zum nächsten, Italien nicht. Wenn Italien jetzt der Grund dafür sein soll, dass der sogenannte Rettungsschirm auf 1,5 Billionen Euro verdoppelt werden soll, dann wären es gut, wenn die Finanzminister ein paar wirklich gute Gründe dafür nennen. Diese Gründe müssten auch eindeutig besser sein als die Alternative – die darin besteht, die Euro-Zone in der bisherigen Form aufzugeben. Und sie müssten einen guten Grund nennen, warum wir glauben sollen, dass diesmal wirklich die Obergrenze erreicht ist. Und zwar die endgültige.

1 Antwort
  1. Michael-Peter Wiedemann sagte:

    Antwort zur Überschrift : weil nun, nach dem das in Griechenland „so gut geklappt“ hat, auch andere Länder ein paar Milliarden haben wollen … … … aber das war doch voraussehbar … … … wir sollten schon mal vorsorglich Chinesisch lernen :-))

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