DDR-Staatschef Walter Ulbricht kam offenbar nicht von allein auf die Idee, eine Mauer durch Berlin zu bauen. Das legt die Biographie über Chinas KP-Ikone Mao Tsedong von Jung Chang nahe.

Ulbricht hatte Mao 1956 in Peking besucht. Drei Jahre vorher hatten Arbeiter in der DDR rebelliert und waren von russischen Panzern niedergewalzt worden. Bei ihrem Treffen soll Ulbricht dem chinesichen KP-Chef zunächst ein „floskelhaftes Kompliment“ gemacht haben, schreibt Jung. Mao habe gönnerhaft erwidert: „Ihr müsst uns nicht buchstabengetreu nachahmen.“ Dann erkundigte er sich, ob die SED auch hart genug gegen die rebellierenden Arbeiter vorgegangen war. „Habt ihr nach dem 17. Juni viele Aufständische eingesperrt?“

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Roland Emmerich, den man auch das Spielbergle nennt, zog eine großzügige historische Legende hervor, als er den Weltuntergangsplot seines neuen Films 2012 vorstellte. „Die berühmte Maja-Prophezeiung hat mich zu einer exzellenten Story inspiriert“, plauderte er zu Journalisten.
Wer kommt an der Stelle schon auf die Idee, zu bezweifeln, dass es je eine solche Prophezeiung gegeben habe? Maja-Kult – da steckt ja eigentlich alles drin, was der Mythen-sehnsüchtige Zivilisationsbürger sich so vorstellt. Unheimliche Bräuche, unheimliche Weisheiten, unheimliche Schätze, unheimliche Geheimnisse.

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Sind die allfälligen Ängste vor den Folgen moderner Technik unbegründet? Eine neue Studie aus den USA kommt zu dem Ergebnis, dass Facebook & Co. nicht etwa die Einsamkeit verstärken, sondern echte Kontakte fördern. 

Die Forscher des „Pew Internet and American Life Project“ befragten 2.512 Erwachsene am Telefon über ihre Technik-Nutzung und ihre sozialen Bindungen. „Unsere Ergebnisse widersprechen früheren Forschungen und den allgemeinen Ängsten über schädliche Auswirkungen neuer Technologie“, heißt es in dem Bericht der Forschergruppe.

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Wäre das Leben doch wie in der Werbung: Das richtige Deo unter die Achsel sprühen, und die schönsten Frauen reißen sich um dich. Der 26-jährige Inder Vaibhav Bedi nahm die sexy Fernsehreklame von Axe ernst, nur interessierte das leider keine Frau. „Ich habe es sieben Jahre lang benutzt, aber kein Mädchen kam zu mir.“ Darum hat Bedi jetzt den Unilever-Konzern, dem die Marke Axe gehört, auf 26.000 Dollar Schadensersatz verklagt.

Er sei depressiv und habe einen „psychologischen Schaden“ erlitten, argumentiert der Ärmste. Die Axe-Werbung habe ihn in die Irre geführt.  „Sie behauptet, Frauen stehen auf dich, wenn du Axe verwendest.“ Gerichtsmitarbeiter in Delhi haben angeblich Bedis angebrochene Axe-Flakons beschlagnahmt und untersuchen mit forensischen Methoden die Reste seiner Duschgels, Deos, Haarshampoos und -gels.

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Dieses Wunsch-Fahndungsbild schickte er der Zeitung

„So ein Idiot! Jetzt weiß wirklich jeder, wie er aussieht“. Mit diesen Worten reagierte die Polizei in Swansea (Wales) auf eine wirklich eitle Aktion des wegen Einbruchs gesuchten 23-jährigen  Matthew Maynard. Maynard fand, dass sein Fahndungsfoto nicht besonders schmeichelhaft aussieht und schickte der Zeitung darum ein schöneres. Außerdem meinte er, mit der Polizei ein bisschen Schabernack treiben zu wollen: Das Bild, das er der Zeitung schickte, zeigt ihn ausgerechnet vor einem Polizeiauto. Die „Evening Post“, meist verkaufte Zeitung in Wales, druckte das Bild jetzt riesig auf der ersten Seite. Genützt hat das freilich noch nichts. Bisher wurde Maynard nicht geschnappt.

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Es müssen bizarre Szenen sein, die sich vor den Küsten Kanadas und Grönlands abspielen. Da stoßen die Ureinwohner – Eskimos, Inuit – in kleinen Booten in See und gehen auf Robbenjagd, so, wie es auch ihre Väter und Vorväter getan haben. Pötzlich Motorenlärm, ein Hubschrauber nähert sich im Tiefflug, umkreist das Boot, vertreibt die Beute. Oder Schlauchboote rasen heran, angetrieben von PS-starken Außenbordern, die den Eskimos die Jagd unmöglich machen. Ein ungleicher Kampf.

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Geschäftskredite, egal wie winzig, statt millionenschwerer Entwicklungshilfe-Almosen: Die P2P-Lending-Site Kiva vermittelt seit vier Jahren Kleinkredite von Privatleuten an Unternehmer und Gründer vor allem in Entwicklungsländern. Heute gab Kiva bekannt, dass die Schwelle von 100 Millionen Dollar vermittelter Kredite überschritten sei.

Das ist eine gute Nachricht – weit besser als die, dass die Bundesregierung auch in Zukunft ein Entwicklungshilfeministerium betreiben und korrupten Herrschern das Geld für ihren galaktischen Konsum in den Hintern blasen will. Skurril ist, dass der neue Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel von der FDP kommt, die bis zum Wahltag eher Zweifel an der Alimentierung schlechter Regierungen hegte.

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Ein Gericht in Sacramento (Kalifornien) hat heute früh den Radiosender KDND 107.9 zu 16 Millionen Dollar Schmerzensgeld verurteilt, meldet KNX. Damit endet nach fast drei Jahren der Prozess um ein tödliches Gewinnspiel, bei dem es darum ging, so viel Wasser wie möglich zu trinken. Die 28-jährige dreifache Mutter Jennifer Strange war kurz nach dem Wettbewerb an einer Wasservergiftung gestorben.

Der Gewinn war vergleichsweise klein – eine Nintendo-Wii-Konsole. Der Sender hatte sich für das Spiel den Titel „Hold your wee for a Wii“ einfallen lassen – übersetzt: Halte Dein Wasser für eine Wii. Der Ablauf wirkte auf die Teilnehmer zuerst harmlos. Jeder musste alle 15 Minuten eine Viertelliter-Flasche leeren. „Wir dachten, es wäre einfach, weil wir nur die kleinen Flaschen bekamen“, sagte ein Teilnehmer bei CBS. Nach fünf Flaschen habe er aber seine „Blase nicht mehr halten“ können. Jennifer Strange und andere hätten weitergemacht und später größere Flaschen bekommen. 

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„Am 24. Oktober findet in Petershagen das 24. Treffen ehemaliger Angehöriger der Grenztruppen der DDR und Sympathisanten statt. Thema: »Die Öffnung der Staatsgrenze der DDR am 9. November 1989 – ein Ereignis von historischer Tragweite und widersprüchlichem politischen Charakter.« Hauptreferent: Egon Krenz“

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