Dieses Wunsch-Fahndungsbild schickte er der Zeitung

"So ein Idiot! Jetzt weiß wirklich jeder, wie er aussieht". Mit diesen Worten reagierte die Polizei in Swansea (Wales) auf eine wirklich eitle Aktion des wegen Einbruchs gesuchten 23-jährigen  Matthew Maynard. Maynard fand, dass sein Fahndungsfoto nicht besonders schmeichelhaft aussieht und schickte der Zeitung darum ein schöneres. Außerdem meinte er, mit der Polizei ein bisschen Schabernack treiben zu wo…

Es müssen bizarre Szenen sein, die sich vor den Küsten Kanadas und Grönlands abspielen. Da stoßen die Ureinwohner – Eskimos, Inuit – in kleinen Booten in See und gehen auf Robbenjagd, so, wie es auch ihre Väter und Vorväter getan haben. Pötzlich Motorenlärm, ein Hubschrauber nähert sich im Tiefflug, umkreist das Boot, vertreibt die Beute. Oder Schlauchboote rasen heran, angetrieben von PS-starken Außenbordern, die den Eskimos die Jagd unmöglich machen. Ein ungleicher Kampf.

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Geschäftskredite, egal wie winzig, statt millionenschwerer Entwicklungshilfe-Almosen: Die P2P-Lending-Site Kiva vermittelt seit vier Jahren Kleinkredite von Privatleuten an Unternehmer und Gründer vor allem in Entwicklungsländern. Heute gab Kiva bekannt, dass die Schwelle von 100 Millionen Dollar vermittelter Kredite überschritten sei.

Das ist eine gute Nachricht – weit besser als die, dass die Bundesregierung auch in Zukunft ein Entwicklungshilfeministerium betreiben und korrupten Herrschern das Geld für ihren galaktischen Konsum in den Hintern blasen will. Skurril ist, dass der neue Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel von der FDP kommt, die bis zum Wahltag eher Zweifel an der Alimentierung schlechter Regierungen hegte.

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Ein Gericht in Sacramento (Kalifornien) hat heute früh den Radiosender KDND 107.9 zu 16 Millionen Dollar Schmerzensgeld verurteilt, meldet KNX. Damit endet nach fast drei Jahren der Prozess um ein tödliches Gewinnspiel, bei dem es darum ging, so viel Wasser wie möglich zu trinken. Die 28-jährige dreifache Mutter Jennifer Strange war kurz nach dem Wettbewerb an einer Wasservergiftung gestorben.

Der Gewinn war vergleichswe…

"Am 24. Oktober findet in Petershagen das 24. Treffen ehemaliger Angehöriger der Grenztruppen der DDR und Sympathisanten statt. Thema: »Die Öffnung der Staatsgrenze der DDR am 9. November 1989 – ein Ereignis von historischer Tragweite und widersprüchlichem politischen Charakter.« Hauptreferent: Egon Krenz" !--more-- Mit dieser Notiz wirbt die linksextremistische Zeitung Junge Welt für ein Veteranentreffen der besonderen Art…

…betitelt die Daily Mail einen Leitartikel über den U2-Sänger.

Posted via email from | bitterlemmer |

Ich gebe zu: Ich hatte den Namen Herta Müller noch nie gehört, bis die Nachrichtenportale meldeten, sie habe den Literaturnobelpreis erhalten. Herta wer? Und dann auch noch aus Berlin? Das Nobelpreiskomitee hat ja schon gelegentlich merkwürdige Entscheidungen getroffen. Diesmal aber offenbar nicht. Etwas anderes erscheint mir jetzt merkwürdig: Dass ich – obschon interessiert an Literatur – nie von ihr gehört hatte.

Wie konnte das passieren? Herta Müller wurde in 24 Sprachen übersetzt. Offenbar gilt sie weltweit als große Autorin deutscher Sprache. Im eigenen Land schien das bisher wenig zu interessieren. Die Zahl der Rezensionen ist, wie längeres googeln und ein Blick auf perlentaucher zeigt, marginal. Man muss zu den wenigen Literaturprofis im Land gehören, die jede Rezension jedes Feuilletons lesen, um von ihr gehört zu haben. Die Literaturpäpste Deutschlands scheinen ein Problem mit ihr zu haben. Weiterlesen

Wie unterschiedlich doch die Eindrücke sind, wenn man sich die im Web erhältlichen Quellen ansieht. Hier der Auszug aus dem Lettre-Gespräch, das den ganzen Wirbel über die neuesten Äußerungen des früheren Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin ausgelöst hat. Da beschreibt Sarrazin die tiefen Ursachen für die wirklichen und tiefgehenden Probleme Berlins. Das substanzlose Geschwätz von der Ost-West-Drehscheibe, während gleichzeitig Wien vormacht, wie man mit weit weniger Geschwätz die Drehscheibe macht. Die “Wolkenkuckucksheime” der Planer nach 1989, als sie wahnwitzige Bauprojekte für angeblich zuziehende Massen zeichneten. Das Ausbluten der Stadt: Die Vernichtung der jüdischen Intellektuellenschicht, der Auszug der wirtschaftlichen Elite nach 1945 und 1961, die teuer subventionierten Werkbanktätigkeiten, für die nach der Wende niemand mehr Verwendung hatte, die Entzugserscheinungen der Stadt und ihres aufgeblähten öffentlichen Dienstes, als plötzlich Schluss war mit Berlin-Zulage und Steuersonderabschreibungen. Wort für Wort ist schlicht die Wahrheit. Weiterlesen