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Sie habe es es schon wieder getan. Arte kann es nicht lassen, dieses vermeintlich grenzüberschreitende Kulturfernsehen zum Nutzen der Menschheit (oder so). Mit „Gaza: Ist das ein Leben“ haben sie wieder einen antiisraelischen und antijüdischen Hassfilm veröffentlicht. Warum es sich um einen Hassfilm handelt hat mena-watch detailliert beschrieben. 

Wie schon in früheren Fällen weigerte sich Arte, Fragen von Kritikern respektvoll zu beantworten. Mit respektvoll meine ich: So, dass Kritiker ernst genommen werden und sich ernst genommen fühlen können. Arte reagierte wie üblich arrogant und hochherrschaftlich. Man tippte ein belangloses, verharmlosendes, jeden Fragesteller verächtlich machendes sogenanntes Pressestatement zusammen. Auf das verwies Arte dann Fragesteller und Kritiker. Diese Methode heißt: Was hier zu fragen gestattet ist, bestimmen wir.

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Es ist ein bisschen albern, wenn WDR und ARD jetzt meinen, sie müssten die Filmdoku „Auserwählt und ausgegrenzt“ deshalb zeigen, damit sich das Publikum „ein eigenes Bild machen kann“, wie ARD-Programmdirektor Volker Herres formuliert. Dank Bild konnte das ja jedermann schon tun. Tatsächlich geht es wohl eher darum, letzte Reste von Gesicht zu wahren.

Jetzt sollen es also „handwerkliche Mängel“ der Filmautoren sein, die der WDR gegen den Film vorbringt. Das ist bemerkenswert, denn es war die für Arte zuständige WDR-Redakteurin, die den Film abgenommen und freigegeben hat. Erst danach hatte das Drama begonnen, weil Arte sich wohl nicht an die Spielregeln hielt. Nach Einschätzung des Medienjournalisten Michael Ridder vom epd werden Arte-Filme üblicherweise von den Zulieferern – hier also vom WDR – freigegeben, nicht dagegen von Arte-Leute in Straßburg – so Ridder im NDR-Medienmagazin Zapp (ab 1:47).

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Sonntag, 22. Januar, 15 Uhr. Auf dem Informationskanal des Bayerischen Rundfunks, B5, laufen die Nachrichten. Große Weltlage. Trumps Inauguration und die Proteste am Tag danach. Dann folgt eine Lokalmeldung aus Jerusalem: Die israelischen Behörden haben Genehmigungen für den Bau einiger Hundert Wohnungen erteilt. Was interessiert das in Bayern, möchte man fragen. Aber die Frage ist natürlich schon insofern beantwortet, als die Nachricht nicht mit ihrem Kern beginnt, also dem Umstand der Baugenehmigungen, sondern zunächst mit viel rhetorischem Anlauf Fallhöhe aufbaut: Israel treibe den Bau von Siedlungen in Palästinensergebiet voran, das ist der Einstieg in die Meldung, und er ist per se bereits nicht mehr Nachricht, sondern Wertung.

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Spiegel Online bringt gerade als exklusiven Aufmacher eine Geschichte, laut der Israels “rechtskonservative Regierung” die Meinungsfreiheit einschränke und zieht auch gleich einen bösen Vergleich: “Das erinnert an Russland”. Die Quelle ist verdeckt, allerdings lässt sich aus der Lektüre erahnen, dass es sich entweder um einen Informanten aus der Bundesregierung oder um den Grünen-Politiker Volker Beck handelte. Beck kommt dann auch mit einer Bewertung zu Wort, laut der Israels Plan sich lese, als stamme er “aus der Giftküche der Demokratur in Russland”. Die “Idee” besteht laut SPON darin, dass Israels Justizministerin so etwas wie eine Impressumspflicht für NGOs einführen will und überlegt, Verstöße dagegen mit 7500 Dollar Strafe zu ahnden.

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Das Urteil über rechtsextreme Antisemiten ist sehr simpel. Sie sind zum Kotzen. Ende der Durchsage.

Der Umgang mit linksextremen Antisemiten ist nicht so simpel. Sie sind zwar nicht minder zum Kotzen, aber sie stehen leider näher am gesellschaftlichen und publizistischen Mainstream. Wenn sie Juden verprügeln und “Judenschweine” brüllen, dann fegt kein Empörungs-Sturm durchs Land. 

Jetzt erwischte es in Hamburg den jüdischen Filmemacher Claude Lanzmann. Im Spiegel schilderte er, wie Linke die Vorführung seines Films “Warum Israel” gewaltsam verhinderten. Dabei beschimpften sie, so sagt es Lanzmann, die einlaufenden Gäste als “Judenschweine”. Ein Augenzeuge, Lennart K., habe zurückgerufen: “Jetzt sagt Ihr endlich, was Ihr denkt.” Darauf gingen die Linken mit Gürteln und Knüppeln auf Lanzmann und seine Gäste los. Vorher hatten sie in militärischer Kleidung und militärischem Gebaren eine Art Grenzpatrouille errichtet und die Gäste am Betreten des Kinos im Hamburger Schanzenviertel gehindert. Lanzmann sagte, es sei das erste Mal gewesen, dass eine Vorführung eines seiner Filme verhindert worden sei. 

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