Beiträge

Der Informationssender des Bayerischen Rundfunks, B5 Aktuell, sendete zum Großkrawall der Palästinenser gestern Nachmittag folgende Moderation:

Es folgte danach ein ausführlicher Korrespondentenbericht von Benjamin Hammer (@HammerARD), der die Ereignisse differenziert und von mehreren Seiten beleuchtete. Das macht die Anmoderation umso rätselhafter. Wer auch immer die verfasst hat kann den Korrespondentenbericht nicht vorher abgehört haben. Oder er wollte den Inhalt partout nicht zur Kenntnis nehmen. Das eine wäre mindestens Schlamperei, das andere schlimmeres. Der Korrespondentenbericht widerlegte die Anmoderation mit einer ausgewogenen Darstellung.

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Neuerdings kurisert im Internet ein Video, in dem eine Frau in einem gemusterten Kleid behauptet, Deutschland und Ungarn hätten eine gemeinsame Ländergrenze. Dieses Video verbreitete sich sogleich in den sozialen Medien und sorgte dort für aufgeheizte Debatten. Dabei ging es durchaus um heikle Themen. So wurde in manchen Diskussionsbeiträgen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung mit der deutsch-ungarischen Grenze in Verbindung gebracht. Den professionellen Faktenkontrolleuren im Netz, etwa dem Faktenfinder der ARD-Tagesschau, ist das Video mit der behaupteten deutsch-ungarischen Grenze wohl entgangen. Darum fragen wir jetzt: Wie ist das wirklich mit der deutsch-ungarischen Grenze?

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Weil in den sozialen Netzwerken so viele Falschmeldungen kursieren müssten dringend Richtigsteller her – das ist im Wesentlichen das Motiv unserer öffentlich-rechtlichen Anstalten für ihre Faktenchecker-Formate. Beim Lesen der Faktenchecker-Artikel hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass es aber gerade nicht um Fakten geht, sondern um alles mögliche andere. Also habe ich mir einzelne Beiträge herausgepickt und näher betrachtet, drei der Tagesschau und einen des Bayerischen Rundfunks. Überprüft habe ich vor allem die Frage, ob es sich dabei tatsächlich um das Checken von Fakten handelt oder etwas anderes. Hier zunächst die vier Fälle, unten dazu das Resümée. Weiterlesen

Dass bei Anne Will eine Vollverschleierte auftreten konnte ist für sich genommen schon berechtigter Anlass für Kritik. Dass es sich um eine fanatische Extremistin handelte, der die ARD die ganz große Bühne öffnete, nicht minder. Darüber wird sich ja auch gerade munter aufgeregt, bis hin zur Ankündigung von Henryk M. Broder, er werde nunmehr die GEZ-Gebühr verweigern. Sollte er das ernst meinen, dann dürfte es in den nächsten Monaten noch lustige publizistische Momente geben, etwa, wenn Broder das ganze Mahn- und Vollstreckungsprozedere von ARD und ZDF aufs Korn nimmt, bis hin zu der Erkenntnis, dass ARD und ZDF ohne Richter vollstreckbare Forderungstitel ausstellen dürfen. Das dürfen ansonsten nur Gerichte und Finanzämter.

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Live: Hanni Hüsch

Den Brexit ausbaden muss vor allem die jüngere Generation, sagt ARD-Korrespondentin Hanni Hüsch: "Es ist fatal, dass dies die Alten für die Jungen entschieden haben."

Gepostet von tagesschau am Freitag, 24. Juni 2016

„Das ist ja das Fatale, dass die Alten für die Jungen entschieden haben.“

Natürlich war die ARD mit ihrer Kommentatorin Korrespondentin Hanni Hüsch ganz vorn dabei, als sich gleich nach dem Brexit-Referendum die Einschätzung verbreitete, hier hätten die Alten den Jungen mit ihrer Entscheidung die Zukunft verbaut. Kann man so sehen, ist aber vor allem demagogisch. Natürlich hatten die Alten bei dem Referendumg die Mehrheit, wie auch bei jeder anderen Wahl in jedem der überalterten europäischen Länder. Man könnte auch sagen, die Alten setzen den Jungen eine große Koalition vor, die ihre Zukunft mittels ewiger Staatsschulden und untragbarer Rentenlasten verbaut. Kausal läge dieser Vorwurf sogar viel näher als im Fall des Brexit. Aber da ist er nicht zu hören. Warum nicht?

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Weiß noch jemand, wie es kam, dass wir eines Tages keine GEZ-Gebühr mehr hatten sondern einen „Rundfunkbeitrag“? Das haben alle 16 Landtage im Jahr 2011 beschlossen. Es ist schwer, sich daran zu erinnern, weil es nirgendwo eine öffentliche Debatte zu dem Thema gab. Die Landtagsparteien haben die alte Gerätegebühr ziemlich unauffällig durch die Quasirundfunksteuer ersetzt. Nur in Sachsen, dessen Landtag als einer der letzten das Thema durchwinkte, flackerte ein Ansatz an Kontroverse auf, die damit endete, dass Staatskanzleichef Johannes Beerbaum drohte, den Landtagen die Ratifizierung des Rundfunkstaatsvertrags komplett wegzunehmen.

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Ist das Mut? Sind die einfach wahnsinnig? Oder bin ich der Wahnsinnige? Und wie komme ich auf diese Fragen? Es liegt an diesem einen Satz, den NDR-Intendant Lutz Marmor in seiner Sendung „ARDcheck“ (merkwürdige Schreibweise vom Original übernommen) sagte:

„Das Geld ist bei uns knapp.“

Nein, ist es bei denen nicht, außer, der Irre bin ich. Sollte ich nicht der Verrückte sein, dann kann dieser Satz nur einer Parallelwelt entstammen, die weder mit mir noch mit dem Rest der Menschheit zu tun hat. Unter „knapp“ verstehen die etwa, dass Marmors Mitdiskutant vom WDR, Tom Buhrow, ein Intendantengehalt von 367 000 Euro jährlich einstreicht und damit rund 100 000 Euro mehr als die Bundeskanzlerin. Diesen Umstand kommentierte Buhrow in besagter Sendung lässig so, dass die Kanzlerin halt unterbezahlt sei.

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„Wetten dass…?“ Was habe ich diese Sendung gehasst! Zeit meines Berufslebens hat sie mich verfolgt. Beim Radio, bei der Zeitung – keine Ahnung, wie oft ich diesen bescheuerten Mist angucken musste oder in der Redaktion herumsitzen und warten, bis der TV-Kritiker diesen bescheuerten Mist kommentierte. Oder ein sogenannter Skandal in dieser bescheuerten Mistsendung passierte, für den sich in Wahrheit kein Mensch interessierte. Allein, dass eine Sendung so bescheuert heißen kann. Mit drei Pünktchen und einem Fragezeichen. Wenn man das zum ersten Mal aufschreiben muss, dann merkt man erst, wie bescheuert das aussieht. So bescheuert wie alles, was mit dieser bescheuerten Sendung zusammenhing.

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Ich musste erst herumsuchen, bis ich endlich das Jahrhundert-Tor dieses Paderborner Spielers namens Stoppelkamp gesehen habe. Ich dachte eigentlich, auf der Sportschau-Webseite müsste ein Video davon zu sehen sein, denn die Sportschau ist doch bekanntlich die große, wichtige Sportsendung der ARD, und wie jedermann weiß, ist die Sportschau ja auch immer die erste Anlaufstelle, wenn man sich nach dem Spieltag die Zusammenfassungen anschauen möchte. Beziehungsweise: Früher, als ich noch einen Fernseher besaß, war das so.

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Lieber ARD-Reporter Jan Müller-Raith, waren Sie  auf derselben Veranstaltung in der KZ-Gedenkstätte Dachau wie ich? Ich halte es für möglich, denn wir sind uns ja auch direkt über den Weg gelaufen. Beziehungsweise: Sie über meinen Weg, als ich nämlich gerade dabei war, Max Mannheimer zu interviewen, Sie sich dann mit Ihrem Kameramann hinzugesellten und Ihr Kameramann mich ständig aufforderte, mein Mikrofon, das einen Mikrofonschutz eines Radiosenders von außerhalb Ihres Hauses trug, endlich zur Seite zu ziehen, weil er es partout nicht im Bild haben wollte, was mir aber, wie Sie bemerkt haben dürften, egal war. Denn ich wollte – anders als Sie – gern hören, was Max Mannheimer mir zu sagen hatte.

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