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Raab und Lena haben den Wettbewerb nach Deutschland geholt. Die ARD, die jahrelang versagte, missbraucht den Erfolg für ihre internen Intrigen

Es mag vielleicht gute Gründe dafür geben, dass Deutschland den Eurovisions-Song-Contest nächstes Jahr in Düsseldorf statt in Berlin ausrichtet. Den ARD-Intendanten, die sich jetzt für Düsseldorf entschieden, sind allerdings keine eingefallen. Auch nicht der Intendantin der Berlin-Brandenburgischen Anstalt RBB, Dagmar Reim. Der Grund, den sie nennt, ist jedenfalls keiner: „Dass Berlin nicht zum Zuge kommt, hängt schlicht mit den Platzverhältnissen zusammen.“

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Reiche suchen nur ihren Vorteil. Und wenn sie Geld spenden, dann nur für ihre Eitelkeit. Die Wucht der Schlagworte, abgefeuert von Klaus Kocks, dem früheren Volkswagen-Konzernsprecher, versenkte gestern Abend das Diskurs-Schlachtschiff der ARD, Anne Will. Der Unternehmer Ernst Prost (Liquy Moly) wechselte unter Kocks‘ Parolen-Beschuss die Fronten und die Journalistin Heather De Lisle, die ich kenne und mag, verzeifelte. Es ging um die hierzulande schwer umstrittenen Großspenden von Warren Buffett, Bill Gates und anderen US-Milliardären. Die Sendung kippte, als Kocks die Sachebene verließ und persönlich wurde, übrigens eine typische Methode derjenigen, die Unternehmertum an sich verdammen und für den starken Staat eintreten.

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Der Schulstreit in Hamburg legt einen der wirklich tiefen Konflikte in unserem Land offen. Die Front verläuft zwischen Bürgern und Familien, die sich ihre individuellen Freiheitsrechte nicht nehmen lassen wollen, und einem Staat, dem private Autonomie zunehmend suspekt scheint. Im Hamburger Schulstreit ziehen alle staatlichen Beteiligten an einem Strang: Sämtliche Rathausparteien, Gewerkschaften, Verbände und die ARD.

In der Panorama-Sendung vom 22. Juli, verantwortet von der Hamburger Landesrundfunkanstalt NDR, lässt Moderatorin Anja Reschke vom Start weg keinen Zweifel, dass die Demokratie schon mal zurückstehen sollte, wenn die Mehrheit aus staatlicher Sicht die falsche Entscheidung trifft. „Ist so ein Volksentscheid das richtige Mittel, um über so ein Thema abzustimmen?“, fragt sie in die Kamera. Man möchte entgegnen: Warum nicht? Welches Thema wäre denn genehm? Und wer entscheidet das, wenn nicht die Bürger?

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1972 und 1973 war Günter Netzer Fußballer des Jahres. 2010 ist der Medienstar des Jahres. Netzer verbindet, was eigentlich nicht zu verbinden ist. Von der ARD lässt er sich – vermutlich – dafür bezahlen, dass er in der Halbzeit und nach Spielende mehr oder weniger sinnvolle Analysen zum Spiel erzählt. Dieselbe ARD, wie auch alle anderen Fernsehsender, die Rechte für die WM gekauft haben, bezahlen ihn ansonsten für die Zulieferung der Bilder von den Spielen. Das ist alles kein Geheimnis, sondern offen einsehbar. Netzer ist Executive Director der Sportmedienagentur Infront. Die produziert die Fernsehbilder, die die übertragenden Sender übernehmen. Auftraggeber ist die FIFA (Präsident: Sepp Blatter). Infront-Geschäftsführer ist Philippe Blatter (der Neffe). Sitz der Firma ist der steuergünstige Schweizer Kanton Zug.

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Was sagt man dazu – die ARD-Werbetochter AS&S hat auf meinen Artikel über die „teuerste Werbesekunde Deutschlands“ reagiert und ihre Web-Information verändert. Bisher war hier ein Link zu finden, der „weitere Informationen und Preise zu den Best Seconds im Ersten“ versprach. Jetzt ist hier nur noch von weiteren Informationen die Rede, nicht mehr von Preisen. Nicht geändert hat sich die Geheimhaltungsstufe für die Preise – die waren auch schon vorher nicht einzusehen, obwohl der Link-Text sie versprach. Aber dieses Geheimnis war ja eh schon gelüftet.

Die teuerste Werbesekunde Deutschlands kostet seit dem 1. März 2.088 Euro. Es handelt sich um das Werbeformat „Best Seconds“ unmittelbar vor der ARD-Tagesschau. Den Preis hält die ARD-Werbetochter AS&S geheim. Auch auf unmissverständliche Nachfrage ist er nicht zu erhalten, wie nachfolgend dokumentiert. Möglicherweise liegt der Grund darin, dass der Preis für Deutschlands teuerste Werbesekunden gerade drastisch verteuert wurde. Bis zum 28. Februar betrug er 1.653 Euro. Das ist eine Preissteigerung in Höhe von lässigen 26,32 Prozent.

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Die BBC macht vor, wie sich eine öffentliche Medieninstitution gegenüber der Öffentlichkeit zu verhalten hat. „Die BBC braucht eine radikale Generalüberholung“, heißt es – ja wo? – auf der Webseite der BBC höchstselbst. Bei den deutschen Staatssendern ist so etwas unvorstellbar.

Anlass für den Bericht in eigener Sache war eine Stellungnahme der „mitte-rechts“ angesiedelten Denkschmiede „Policy Exchange“. Sie fordere eine massive Senkung der Kosten für Unterhaltung, Sportrechte und Showprogramme vor allem für junge Zielgruppen.

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