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„Wetten dass…?“ Was habe ich diese Sendung gehasst! Zeit meines Berufslebens hat sie mich verfolgt. Beim Radio, bei der Zeitung – keine Ahnung, wie oft ich diesen bescheuerten Mist angucken musste oder in der Redaktion herumsitzen und warten, bis der TV-Kritiker diesen bescheuerten Mist kommentierte. Oder ein sogenannter Skandal in dieser bescheuerten Mistsendung passierte, für den sich in Wahrheit kein Mensch interessierte. Allein, dass eine Sendung so bescheuert heißen kann. Mit drei Pünktchen und einem Fragezeichen. Wenn man das zum ersten Mal aufschreiben muss, dann merkt man erst, wie bescheuert das aussieht. So bescheuert wie alles, was mit dieser bescheuerten Sendung zusammenhing.

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Ich musste erst herumsuchen, bis ich endlich das Jahrhundert-Tor dieses Paderborner Spielers namens Stoppelkamp gesehen habe. Ich dachte eigentlich, auf der Sportschau-Webseite müsste ein Video davon zu sehen sein, denn die Sportschau ist doch bekanntlich die große, wichtige Sportsendung der ARD, und wie jedermann weiß, ist die Sportschau ja auch immer die erste Anlaufstelle, wenn man sich nach dem Spieltag die Zusammenfassungen anschauen möchte. Beziehungsweise: Früher, als ich noch einen Fernseher besaß, war das so.

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Gestern mal wieder auf der Autobahn in Bayern gewesen. Wetterbericht bei Bayern 3 (Staatsradio). Zuerst ein endlos labernder sogenannter Experte, der darüber sinniert, wie lange der Wind noch so kräftig geht. Dann der Nichtexperte (Moderator) mit der Vorausschau für die nächsten Tage. Montag schön, Dienstag schöner, und Mittwoch… lange Kunstpause bis zur gar herrlichen Pointe: „Mittwoch Miss-Wett-T-Shirt-Wetter“, jubiliert der Mann. Und ist völlig begeistert, die Worte „schwül“, „heiß“ und „feucht“ ein paarmal saftig aussprechen zu dürfen.

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Ist es späte Einsicht, die WAZ-Chef Christian Nienhaus treibt, oder spürt er, dass sein Kooperationspartner WDR ihm die Luft abschnürt? Der dpa sagte der Zeitungsmann, die künftige Mediengebühr, die jeder Deutsche ab 2013 an die staatlichen Rundfunkanstalten zahlen soll, werde fatale Konsequenzen haben. „Wir kommen zu einer staatlich verordneten Mediengesellschaft, wo der öffentliche Sektor die Medien domininiert, weil Politiker in den Aufsichtsgremien eine große Rolle spielen.“ Damit hat Nienhaus zweifellos recht. Nur: Wie passt das dazu, dass ausgerechnet sein Haus so eng mit dem öffentlich-rechtlichen WDR kooperiert und sich als zusätzliche Abspielstation für die Staatsfunker im Netz zur Verfügung stellt?

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