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Ich vinde, di rechtschraibrevorm graift vil tsu kurts. Ainzelne wörter ainer länkst välligen logischen renowirung tsu untertsijen sowi ein par kommasetsungen tsu verändern – dass ist ja gants nätt. Aber es ist inkonnsekwännt. Hättn di revormer di sache tsu ände gedacht, wäre ir wärk als genijales wärk der menschaitsgeschichte gewürdicht worrden. Ainige wenige, ainersaits an gesprochener sprache orijentirte, anderersaits logische regeln hätten genükt. Die vergässenen rechtschraibregeln lauten:

Überflüssigge buchstaben, di man zumm schrifftlichen ausdrukk der sprache nicht benötikt, werden aus dem alfabet heraußgenommen. Völlich antikwirt sind buchstaben, di lediglich zwai aufainander stoßende konsonanten ausdrükken. So beschtet das „Z“ tatsächlich aus den lauten „T“ und „S“. Das „Q“, maist in verbindung mit dem „U“, wirrd als „K“ und „W“ gesprochen. Wäk damit. Entbärlich ist auch dass „F“. Schon in der ärsten klasse lärnen wir, dass beide buchstaben als „FFFFF“ oder auch „VVVVV“ gesprochen werden. Einer von beiden ist also überflüssich. Wir haben uns entschiden, dass „F“ zu straichen.
Kurts gesprochene wokale werden dadurch gekännzaichnet, dass inen gedoppillte konnnsonanntn vollgen. Ausnamen werden appgeschafft. Statt „Sack“ schraiben wir „sakk“.
Dass denungs-e nach dem i isst folglich überflüssich.
Übahaupt werden alle wokale stränng lautorijentirt verwänndit.
Auch zusammengesätzte wokale werden konsekwännt lautorijentirt geschriben. Dass hun legt künnftich allso kaine „Eier“, sondern aia.
Di kommasetsung follgt allain dem sprachlichin sinn.
Großbuchstaben gibbt äss nur tsu beginn aines sattsis.

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Sonderbar: Bisher dachte ich immer, Zwang und freie Wahl seien Gegensätze. Aus Frust über ein erfolgreiches Volksbegehren für verbindlichen und zeugnisrelevanten Religionsunterricht hat Berlins rot-rote Senatsszene diesen Gegensatz jetzt aufgehoben und ein verräterisches neues Wort geschaffen: Wahlzwang.

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