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Ken Jebsen ist war ein im RBB hochgeschätzter Moderator und, nunja, Hörfunkkolumnist. Früher (also vor Jahrzehnten) hat er gelegentlich ganz lustige Punchlines zustande gebracht. Heute fällt ihm nur noch selbstgefälliges Gejammere ein (siehe Video). Als RBB-Mitarbeiter aus dem Sumpf der kulturlinken Subkultur mag er baff darüber sein, dass sich jemand über seine antisemitischen Kotzereien ärgert, aber es passierte. Henryk M. Broder bekam seinen Schrott mit und verlinkte obenstehendes Video auf der achgut-Seite. Dann bekam Herr Jebsen offenbar eine ärgerliche Mail eines Hörers oder Lesers, und dann schaltete er, wie sonst nur am Mikrofon, sein Hirn ab und antwortete. Lesenswert! Ich erlaube mir, die komplette Jebsen-Mail zu übernehmen und hoffe, Broder und achgut.de haben nichts dagegen.

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Was ihm durch den Kopf ging, als er von der Festnahme des 26-jährigen Patrick R. (Foto) erfuhr, der eine junge Frau ermordet und verbrannt haben soll, will ich von Oliver Wurdak wissen, dem Sprecher des Polizeipräsidiums Südwest-Sachsen. „Da war ich schon perplex“, antwortet er, was wohl eher tief gestapelt ist, denn erst wenige Tage vorher war Patrick R. in Wurdaks Büro, als Reporter von Radio Zwickau. Bei sich ein Aufnahmegerät, um Wurdack über die Ermittlungen zu genau der Tat zu befragen, die er mutmaßlich selber beging. Und Wurdak sprach mit ihm. „Ja“, sagt der Polizeisprecher, „er hat von mir einen O-Ton bekommen.“

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So etwas hält die LMK für lizenzwürdig: Heiteres Quiz um den "Fritzl vom Westerwald" auf dem Verleger-Jugendradio

Der Mauschel-Skandal um die Vergabe der Jugendradio-UKW-Kette in Rheinland-Pfalz wird nicht ohne Konsequenzen bleiben – oder besser: Es wird gerade daran gearbeitet, es nach Konsequenzen aussehen zu lassen, ohne aber wirklich welche zu ziehen. Der Sprecher der Medienbehörde LMK, Joachim Kind, teilte auf meine Anfrage mit, der Vorgang werde „intern geprüft“. Gleichzeitig spielte er den Vorgang herunter, der darin bestand, dass schon vor Beginn der entscheidenden Sitzung das Ergebnis per Pressemitteilung verschickt wurde – die besagte, der Verlegersender Big FM werde erneut mit der lukrativen Lizenz beglückt. Dass auch die rheinland-pfälzische Staatskanzlei Aufklärung verlangt, „finde ich richtig“, sagte Kind. „Wir werden erklären, wie es war“.

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Schlagworte gibt es zu Hauf: Kostenloskultur, Räubermentalität, etc. Und die augenfälligsten Folgen, die das Internet für Zeitungen, Fernsehen und Radio hat, sind auch hinreichend bekannt. Nicht die derzeitige Krise lässt Einnahmen und Auflagen schrumpfen. Vielmehr verändert sich das gesamte Gefüge. Warum das so ist, warum es unvermeidlich ist und was daraus folgt, spielt in der Debatte dagegen kaum eine Rolle.

Klassischerweise leben Unternehmen umso besser, je höher die Eintrittshürden für Konkurrenten sind. Auch diese Erkenntnis ist nicht neu, sondern eine ökonomische Binse. Praktisch folgt daraus dies:

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Ein Gericht in Sacramento (Kalifornien) hat heute früh den Radiosender KDND 107.9 zu 16 Millionen Dollar Schmerzensgeld verurteilt, meldet KNX. Damit endet nach fast drei Jahren der Prozess um ein tödliches Gewinnspiel, bei dem es darum ging, so viel Wasser wie möglich zu trinken. Die 28-jährige dreifache Mutter Jennifer Strange war kurz nach dem Wettbewerb an einer Wasservergiftung gestorben.

Der Gewinn war vergleichsweise klein – eine Nintendo-Wii-Konsole. Der Sender hatte sich für das Spiel den Titel „Hold your wee for a Wii“ einfallen lassen – übersetzt: Halte Dein Wasser für eine Wii. Der Ablauf wirkte auf die Teilnehmer zuerst harmlos. Jeder musste alle 15 Minuten eine Viertelliter-Flasche leeren. „Wir dachten, es wäre einfach, weil wir nur die kleinen Flaschen bekamen“, sagte ein Teilnehmer bei CBS. Nach fünf Flaschen habe er aber seine „Blase nicht mehr halten“ können. Jennifer Strange und andere hätten weitergemacht und später größere Flaschen bekommen. 

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