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Martin Schulz möchte Minister werden. Wollte er neulich noch nicht. Und weil Martin Schulz ein Großpolitiker ist, durchfeuchtet vom Geist des Weitblicks und der Vision, wollte er nicht nur vorübergehend nicht Minister unter Angela Merkel werden, sondern für immer und nie und nimmer. Klick auf das Video, um Schulz sagen zu hören, er wolle nie unter Angela Merkel Minister werden. Nie. Noch einmal: Nie.

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Unkritische Geister nennen Hannes Jaenicke Multitalent. Was er nicht alles macht: Schauspielern, fürs ZDF Dokus produzieren, als Aktivist die Welt verbessern. Er ist Actionheld und Medienstar, Helikopterpilot und Intellektueller. Ein hybrides Wesen, das eigens für schlichte Geister erfunden wurde. Bei RTL ballert er sich durch billige Effektfilme. Das ZDF lässt ihn den Naturforscher simulieren. Und ihm selber genügt es nicht, eine Rolle nach Drehbuch zu spielen, sondern er tut so, als verkörpere er in einem Fiction-Drama sich selbst und als sei die Fiktion höchstens halb fiktiv.

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Nicht zu fassen, wie konsequent Spiegel Online sich zum Neuen Deutschland der Berliner Republik macht, wie Vera Lengsfeld es ausdrückte. Da findet sich heute dieser Absatz:

Die griechische Regierung bemüht sich derweil, die Märkte etwas zu beruhigen. Das Land verfügt nach ihren Angaben noch bis Oktober über ausreichend Geld. Bis dahin sei man zahlungsfähig, sagte der stellvertretende griechische Finanzminister Filippos Sachinides. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, das Land könne seine Rechnungen nur noch wenige Wochen zahlen.

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Letztes Wochenende gruben der Münchner Merkur und der Spiegel eine vermeintliche Sensation im Brunner-Prozess aus. Dominik Brunner sei womöglich nicht totgeprügelt worden, sondern "an Herzversagen gestorben". Diese Aussage ist eine klassische Nicht-Aussage und völlig wertlos, denn einen Tod ohne Herzversagen gibt es nicht. Der Münchner Merkur zitierte gleichwohl mit dieser Aussage die Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft, Barbara Stockinger: "Sein Her…

Die Kritik aus der SPD, die Bundespräsident Horst Köhler zum Rücktritt trieb, war ausgelöst durch diesen Spiegel-Online-Artikel. Der zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass die Autoren nicht bemerkten, dass Köhler jahrealte und politisch in alle Richtungen abgesicherte Positionen vertreten hatte. Und die Politiker ließen die Chance nicht aus, mal wieder populistisch zuzuschlagen.

Köhlers umstrittene Äußerung:

Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.

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