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Was ist mit Apple los? Ich meine jetzt nicht, dass es doch kein iPhone 5 gibt. Das hatte Apple nie versprochen, das haben nur die diversen Gerüchte-Webseiten behauptet.  Ich meine vielmehr die ziemlich missglückte Präsentation auf der Apple-Webseite, auf der das neue iPhone-/iPad-Betriebssystem vorgestellt wird. Sie liest sich, als komme sie unredigiert aus einem Übersetzungscomputer.

„Noch mehr zu sehen. Sieh auch Aktien- und Wetterinfos.“

So lautet die Formulierung zu einem Bild-Herauszieher auf die neue „Mitteilungszentrale“. Man muss schon gut in der Materie stecken, um zu kapieren, was gemeint ist. Weiterlesen

Seit genau fünf Jahren nervt und irritiert die reformierte Rechtschreibung. Bis heute gibt es im täglichen Gebrauch Unklarheiten mit der Folge, dass ein gewisser Wildwuchs allgemein toleriert wird. Das ist vor allem deshalb ziemlich lustig, weil es ja der Anspruch der staatlichen Sprachlenker war, erstmals in der deutschen Sprach- und Kulturgeschichte die Schreibung von Wörtern quasi gesetzlich zu regeln. Vermutlich ärgern sich die Kultusfunktionäre bis heute darüber, dass die Missachtung ihres Machwerks nicht als Ordnungsdelikt ins Strafgesetzbuch geschrieben wird. Damit konnten sie bisher auch ihren mutmaßlichen Traum nicht verwirklichen, eine Sprachpolizei zu gründen, die jedem, der die Vorschriften missachtet, Knöllchen ausschreibt und für Wiederholungstäter ein Sündenregister anlegt. Höchststrafe wäre dann wohl der Entzug der Schreiberlaubnis. Freilich sind die Funktionäre selber schuld, dass sie auf solche exekutiven Vollmachten verzichten müssen. Sie waren einfach zu hasenfüßig beim Aufstellen der neuen Regeln.

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Ich vinde, di rechtschraibrevorm graift vil tsu kurts. Ainzelne wörter ainer länkst välligen logischen renowirung tsu untertsijen sowi ein par kommasetsungen tsu verändern – dass ist ja gants nätt. Aber es ist inkonnsekwännt. Hättn di revormer di sache tsu ände gedacht, wäre ir wärk als genijales wärk der menschaitsgeschichte gewürdicht worrden. Ainige wenige, ainersaits an gesprochener sprache orijentirte, anderersaits logische regeln hätten genükt. Die vergässenen rechtschraibregeln lauten:

Überflüssigge buchstaben, di man zumm schrifftlichen ausdrukk der sprache nicht benötikt, werden aus dem alfabet heraußgenommen. Völlich antikwirt sind buchstaben, di lediglich zwai aufainander stoßende konsonanten ausdrükken. So beschtet das „Z“ tatsächlich aus den lauten „T“ und „S“. Das „Q“, maist in verbindung mit dem „U“, wirrd als „K“ und „W“ gesprochen. Wäk damit. Entbärlich ist auch dass „F“. Schon in der ärsten klasse lärnen wir, dass beide buchstaben als „FFFFF“ oder auch „VVVVV“ gesprochen werden. Einer von beiden ist also überflüssich. Wir haben uns entschiden, dass „F“ zu straichen.
Kurts gesprochene wokale werden dadurch gekännzaichnet, dass inen gedoppillte konnnsonanntn vollgen. Ausnamen werden appgeschafft. Statt „Sack“ schraiben wir „sakk“.
Dass denungs-e nach dem i isst folglich überflüssich.
Übahaupt werden alle wokale stränng lautorijentirt verwänndit.
Auch zusammengesätzte wokale werden konsekwännt lautorijentirt geschriben. Dass hun legt künnftich allso kaine „Eier“, sondern aia.
Di kommasetsung follgt allain dem sprachlichin sinn.
Großbuchstaben gibbt äss nur tsu beginn aines sattsis.

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Sonderbar: Bisher dachte ich immer, Zwang und freie Wahl seien Gegensätze. Aus Frust über ein erfolgreiches Volksbegehren für verbindlichen und zeugnisrelevanten Religionsunterricht hat Berlins rot-rote Senatsszene diesen Gegensatz jetzt aufgehoben und ein verräterisches neues Wort geschaffen: Wahlzwang.

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