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Dieses Video zeigt die Präsentation eines Gerätes, das – wieder einmal – das Zeug für eine wirkliche Revolution hat. Es handelt sich um den vermutlich ersten 3D-Drucker, der sich mit einem privaten Haushaltsbudget bezahlen lässt. Das Ding soll 1000 US-Dollar kosten. 3D-Drucken bedeutet: Auf dem Computer wird ein dreidimensionaler Gegenstand entworfen, dann wird „drucken“ gedrückt, und das Gerät bannt nicht ein Abbild des Gegenstandes zweidimensional auf Papier, sondern gießt Schicht für Schicht den Gegenstand selbst. Statt mit Tinte wird der 3D-Drucker mit dem Plastikmaterial gefüllt, aus dem er den Gegenstand produziert. Werden wir so etwas mögen? Wir werden es lieben! Unsere Heime werden schlagartig mit selbst gestalteten Gadgets gefüllt sein, die das Leben schöner und einfacher machen. Werden wir es hassen? Definitiv! Wir werden über nutzlosen Plastikkram fluchen, den wir selber geschaffen haben und trotzdem süchtig danach sein, ständig neue Dinge zu modellieren und auszudrucken. Wird es die Wirtschaft verändern? Absolut! Auto- , Motorrad- und andere -designer werden ihre Entwürfe dreidimensional ausdrucken. Der Aufwand für umständliches Modellieren entfällt. Zugangshürden fallen, weil plötzlich jeder, der sich berufen und talentiert fühlt, ohne großen Aufwand in einer Liga mitspielen kann, die bisher ausgesprochen exklusiv war.

Vorab: Es geht nicht um Musikgeschmack. Wer Peter Maffay gerne hört, wird Nine Inch Nails hassen. Umgekehrt gilt dasselbe. Hier geht es stattdessen um die Frage, wie sich Musik heutzutage verkaufen lässt und welche Rolle das Internet dabei spielt – als Umsatzkiller oder als coole Erfolgsmaschine. Dass Peter Maffay wieder auf Tour geht, lässt sich gerade Anzeigen auf dem Titel der Bild-Zeitung entnehmen (Foto). Weiter ist da zu erfahren, dass Volkswagen die Tour sponsert und dass sich Maffay von einer Kombo namens „Philharmonic Volkswagen Orchestra“ begleiten lässt. Die Anzeige steht offensichtlich nicht zufällig auf dem Cover der Bild. Auch das Logo der Zeitung steht auf der Anzeige. Sie dürfte ebenfalls zu den Sponsoren gehören.

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Bahnfahren ist doch immer wieder überraschend. Vorhin hörte ich den Schaffner sich über die Lautsprecheranlage des Regionalexpress zwischen Nürnberg und Petershausen bei den verehrten Fahrgästen entschuldigen, die in Rohrmoos leider nicht aussteigen konnten. Beim nächsten Halt in Pfaffenhofen könnten sie das nachholen. Ausnahmsweise dürften sie ihre Tickets verwenden, um dann in der Gegenrichtung doch noch Rohrmoos zu erreichen. Anschließend verkündete er, dass die Türen 1 in Wagen 2, 1 in Wagen 3, 2 in Wagen 5 und noch eine, an die ich mich erinnere, defekt seien. Weil er schon dabei war, wies er die Fahrgäste auch darauf hin, beim nächsten Halt nur die funktionierenden Türen zu benutzen. Darauf wäre sonst womöglich keiner gekommen.

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