200 Babies aus Babyklappen sind spurlos verschwunden

Babyklappen sind populär, aber grausam. Viele finden sie gut, weil sie helfen sollen, Quälerei oder Kindermord zu verhindern. Das ist gut gemeint. Guter Wille hat aber noch nie ein Problem gelöst. In Wirklichkeit verkleistern Babyklappen die Folgen übler Verwahrlosung, individuell und gesellschaftlich. Kinder, die in die Klappe gelegt wurden, werden nie Klarheit über ihre Herkunft bekommen können. Wie viele Kinder in der Klappe landen, die keinesfalls in Todesgefahr schwebten, wird ebenfalls nie jemand erfahren. Ebensowenig, wer ein Baby dort abgelegt hat. Es kann eine Mutter in Not gewesen sein, aber auch ein Vater, der keine Lust auf den Nachwuchs hat. Niemand überprüft es. Warum nicht? Vielleicht deshalb nicht, weil Findelkinder ein gutes Geschäft sein können. Einige dieser Vereine, die Babyklappen betreiben, sind schon unter Verdacht geraten, nicht ganz koschere Adoptionen eingefädelt zu haben. Wann immer so etwas ruchbar wurde, haben die Betreffenden es empört zurückgewiesen und sofort mit Anwälten gedroht. Kritische Fragen werden nicht oder ausweichend beantwortet. Es ist wohl auch kein Zufall, dass ein Babyklappen-Betreiber mit Rat und Anwalt zur Seite steht, wenn eine Mutter, die ihr Kind einem solchen Verein zur Adoption zusagte, es am Ende doch sterben lässt. Die Geheimniskrämerei der Babyklappen-Industrie führt jetzt zu einem weiteren gesellschaftlichen Skandalbefund: 200 Babys sind seit 1999 offenbar verschwunden. Über ihr Verbleiben ist nichts bekannt. Politikerinnen von CDU und Grünen fordern auch deshalb das Ende der Babyklappen. Sie haben recht.

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