Die Kurzfassung: Jahrelang steckt die Bundesregierung Millionenbeträge in die Stromversorgung Afghanistans, aber alle Projekte scheitern. Ein Wasserkraftwerk fördert keinen Strom, weil der Fluss, an den es gebaut wurde, kein Wasser führt. Ein Umspannwerk, das Strom aus den nördlichen Nachbarländern nach Kabul leiten soll, ist wertlos, weil es falsche Spannungen in das Kabuler Netz liefert. Schließlich entmachten die deutschen Wohltäter die afghanische Energiebehörde und ersetzen sie durch ein Mannheimer Unternehmen, was dazu führt, dass afghanische Mitarbeiter nicht mehr regelmäßig bezahlt werden und die Bestechungssummen für den Anschluss an das ohnehin nur selten funktionierende Stromnetz steigen. Möglicherweise sind es Vorgänge wie dieser, die viel stärker wirken als ein heruntergefallenes Koran-Buch. Wer so arbeitet, darf sich nicht wundern, wenn er scheitert.

Die Langfassung findet sich in der nachfolgenden ARD-Doku, aufgeteilt in drei Youtube-Videos. Darunter habe ich ein Propaganda-Video der Entwicklungshilfe-Schönredner eingestellt. Wer sich die Zeit nimmt, das alles anzusehen, wird sich, erstens, nicht langweilen und, zweitens, nicht mehr jedes Wort glauben, was Regierungsstellen zu diesem Thema behaupten.

 



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