Der Sport ist bis heute leider immer noch eine politisch unkorrekte Zone. Ungerechtigkeiten sind dort an der Tagesordnung. Das sportliche Leistungsdenken widerspricht dem Gerechtigkeitsempfinden. Bayern und Schalke schießen viel mehr Tore als die Hertha. Das ist eine schreiende Ungerechtigkeit. Dabei haben sich auch schlimme Worte im Sprachgebrauch festgesetzt, die schon lange auf den Index gehören. Etwa so etwas wie 1. Liga und 2. Liga. Das klingt wie Zweiklassenmedizin. Die Politik muss endlich reagieren, so, wie sie das sonst auch tut.

Etwa beim Thema des deutschen Außenhandels: Völlig zu Recht fordern die Franzosen von uns Deutschen etwas mehr Bescheidenheit. Einfach bessere Produkte zu produzieren und zu verkaufen ist kein Weg. Das schafft Ungleichheit zwischen den EU-Staaten.

Findet schließlich auch der DGB, und der Spiegel hat gleich zwei Ökonomen aufgetrieben, die auch finden, dass Deutschland jetzt mal auf französisches Niveau runterschalten muss: Den von den Gewerkschaften zu den Wirtschaftsweisen entsandten Peter Bofinger und noch einen zweiten Wirtschaftsforscher, der für ein gewerkschaftsnahes Institut arbeitet. Also gleich drei unterschiedliche Gewerkschaftsinstanzen, die den Spiegel mühsam erstmal von dieser Art der freiwilligen Selbstbeschränkung überzeugen mussten. Das war für die Illustrierten-Macher in Hamburg echt hartes Brot, weil sie ja dabei ja bedenken mussten, dass sie viel mehr Hefte verkaufen als der Focus. So geht das natürlich nicht. Da muss die Regierung dringend was machen.

Was definitiv auch verboten werden muss, sind die ungerechten unterschiedlichen Einschaltquoten bei Radio und Fernsehen. Hier muss ein Gesetz her, dass die Bevölkerung zu einer gerechteren Verteilung seiner Gunst zwingt. Ersatzweise könnte man alle Radio- und Fernsehsender verbieten und nur einen umfassenden gerechten Einheitskanal einführen. Mit einer ausführlichen Satzung wäre sichergestellt, dass er auf binnenplurale Weise alle gesellschaftlich relevanten Gruppen zu Wort kommen lässt, was sowieso viel besser ist als eine unkontrollierte ozeanische Pluralität, weil der Ozean nämlich so tief und wild ist, dass man da viel leichter ersaufen kann.

PS. Meine Griechenland-Wette habe ich jetzt leider wirklich gewonnen. War ja klar…

2 Kommentare
  1. B-like-Berlin sagte:

    Vielleicht sollte Hertha in Karlsruhe klagen und einen Haupt-Fuß-Stadt-Ball-Vertrag einfordern.

    Nach meiner Meinung passt sich der Berliner Fußball jetzt endlich der Berliner Politik an und wird auch zeitklassig.

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  2. bitterlemmer sagte:

    Du, ey, also, weißt Du, das ist mal jetzt aber gar nicht nett, was Du da sagst, oder so, finde ich. Ist doch wahr… ;-)

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