Vor der Eisdiele stehen die Menschen in zwei Schlangen, und zwar exakt auf den Positionen, die der Wirt mit Klebeband auf dem Vorplatz markierte. Zwei Meter Abstand, was in Bayern nach zuvor 1,5 Metern und davor einem Meter derzeit das Maß der Dinge zu sein scheint. Ein Polizeiauto fährt vorüber. Aus dem Lautsprecher sagt ein Beamter durch: „Halten Sie die vorgeschriebenen Abstände ein“. Der Fahrer gibt zugleich Gas, als wüssten die Beamten, dass der Auftritt eher peinlich wirkt und schnell Distanz gewinnen wollten. Über die Nützlichkeit der Durchsage dürfte in seuchenhygienischer Hinsicht zu streiten sein.

OP-Handschuhe sind eine Sauerei

Systemerhaltende Berufsträger erkennt man im Frühjahr 2020 daran, dass sie gekleidet sind wie OP-Ärzte. Mundschutz und Handschuhe gehören für jede Verkäuferin zur Pflichtausstattung. Über die Gesichtsmaske ist genug geschrieben worden, dazu hier also nichts. Wenden wir uns den Handschuhen zu. Dazu hat sich Dr. Hanefeld wieder zu Wort gemeldet und nennt sie eine hygienische Sauerei. Sie seien verseuchter als eine gewaschene nackte Hand. Und in ihrem Innern blühten die Virenkulturen nur so auf. Wer hat eigentlich verordnet, dass OP-Handschuhe allüberall getragen werden, wo mit Lebensmitteln hantiert wird? Hat ein Bürokrat dazu eine Verfügung erlassen oder ist das kollektiver vorauseilender Gehorsam?

Blockwarte ganz aufgeregt: Parkende Autos im Park

Auf Facebook und Twitter häufen sich die Online-Beschwerden über angeblich virenfördernde Massenansammlungen. Ein gern genommenes Motiv für dazugestellte Handyfotos sind Parkplätze in Ausflugsgebieten. Dazu stehen dann gern altkluge Bemerkungen wie „Nichts kapiert…“ oder so. Kann denen mal jemand sagen, dass Autos kleine Quarantäne-Kabinen sind? Dass sich die fahrenden Massen nicht mal dann anstecken, wenn die Autos dicht auf dicht im Stau stehen? Und dass eine Ansteckung draußen im Freien, womöglich im Wind, praktisch unmöglich ist?

IWF-Chefin hält Corona für schlimmste aller Plagen ever

Die Chefin des Weltwährungsfonds, Kristalina Georgiewa, spricht angesichts der Corona-Pandemie von der „dunkelsten Stunde der Menschheit“. Gehören Juden für die Dame nicht zur Menschheit?

Verlangsamung = Verlängerung

Wir haben es ja inzwischen alle verstanden: Die gravierendsten Einschnitte in die Freiheitsrechte, die es in der Geschichte der Bundesrepublik und darüber hinaus je gab, sollen die Ausbreitung des Virus verlangsamen. Die Bundeskanzlerin sagte, sie erwarte von uns Deutschen, dass wir eine Verdopplung der Fallzahlen nur noch alle zehn Tage zulassen mögen. Wie sie auf den Zehntageszyklus kommt, begründet sie nicht. So oder so sind noch rund acht Verdopplungszyklen nötig, um unter Beachtung der Merkelschen Verdopplungsfrist die halbe deutsche Bevölkerung zu infizieren, also knapp 40 Millionen Menschen. Das ist eine wirklich simple Rechenaufgabe. Was exakt soll das also? Chaos auf den Intensivstationen in zehn statt in neun Wochen? Herdenimmunität in drei Monaten statt in drei Wochen? Eine Delle für die Wirtschaft oder ein lebensbedrohlicher Schlag für Wohlstand und Zivilisation? Man wüsste es gern. Aber die Kanzlerin kommuniziert so ungern klar.

Exponentieller Lagerkoller?

Entwickelt sich der Schaden, den der Corona-Lagerkoller anrichtet, auch exponentiell? Die Berliner Polizei meldet zehn Prozent mehr Fälle häuslicher Gewalt. In Oberbayern erschoss sich eine Bundespolizistin und Mutter zweier Kinder, womöglich auch wegen Corona-bedingter Belastungen im Job. Hat der Zustand des Lockdown, der erzwungenen menschlichen Distanz und der Angst vor Existenzverlust schon zu einer darstellbaren Zahl von Toten geführt? Werden es im Laufe der Zeit immer mehr? Nimmt ihre Zahl womöglich auch exponentiell zu? Wie viele Leben kostet es, wenn die Zivilisation bröckelt?

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